27.12.2011 - 08:27

Frère Alois: "Nordkorea braucht unsere Solidarität" Konkrete Projekte

Christus hat uns als Erbe eine neue Solidarität hinterlassen. Das betonte im Gespräch mit Radio Vatikan Frère Alois, Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé. Derzeit ist er mit den Vorbereitungen für das europäische Taizé-Jugendtreffen in Berlin beschäftig.

Die Frage, die uns Christus hinterlassen hat, lautet, was machen wir mit der christlichen Solidarität? Die Gemeinschaft von Taizé versucht dies mit konkreten Projekten umzusetzen, wie beispielsweise mit einem Projekt im krisengeplagten Nordkorea.----"Dieses Hilfsprojekt ist ein Zeichen. Wir möchten damit den Menschen in Nordkorea zeigen, dass wir ihnen nahe sind. Es ist eine kleine humanitäre Hilfe und zwar eine Verbindung mit einem Krankenhaus. Jugendliche werden dort medizinische Geräte mitbringen. Wir werden diese Instrumente beim Treffen in Berlin sammeln und dann direkt dem Krankenhaus in Nordkorea schicken. Damit wollen wir deutlich machen, dass wir mit der Bevölkerung dieses geteilten Landes solidarisch sind."----Gerade Berlin sei eine Stadt, in der es Sinn mache, eine solche Solidaritätskampagne für ein geteiltes Land zum Ausdruck zu bringen, fügt der Prior der Gemeinschaft an.----"Nordkorea braucht humanitäre Hilfe. Wir bieten keine große Hilfsaktion an aber auch Zeichen sind wichtig. Wir stehen diesem geteilten Volk nahe. Das gilt insbesondere für die Menschen im nördlichen Teil Koreas, die unsere Nähe auch konkret brauchen."----Auch der Gastgeber des Jugendtreffens, der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, erinnert die Teilnehmer des europäischen Jugendtreffens an die Symbolkraft der deutschen Hauptstadt. Er ruft deshalb die Jugend auf, für ein einiges und friedliches Europa mitzuwirken. In keiner anderen Stadt als in Berlin seien die Narben der Teilung Europas noch so deutlich zu sehen, schrieb Woelki in einem Grußwort am Freitag. Diese mahnten, im Engagement für ein geschwisterliches Zusammenleben nicht nachzulassen. Zu den Begegnungstagen vom 28. Dezember bis 1. Januar werden 30.000 Teilnehmer aus ganz Europa in der Hauptstadt erwartet. Sie seien in der "ganzen Stadt willkommen", betonte Woelki.----