Do something! Philipps Botschaft an seine Generation
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Philipp Mickenbecker
Philipp Mickenbecker
Immer draußen. Liebe zur Natur und Preise für Naturfotografie
Immer draußen. Liebe zur Natur und Preise für Naturfotografie
Badewanne. Im Baumhaus
Badewanne. Im Baumhaus
Der Tumor in Philipps Brust
Der Tumor in Philipps Brust

04.04.2021 - 18:00

Von Leben und Tod. Auf dass wir klug werden. Philipp Mickenbecker

Philipp Mickenbecker ist todkrank. Aber der YouTube-Star trotzt seinem unheilbaren Krebs, teilt sein wildes, schönes und vor allem lebendiges Leben weiter mit Millionen Followern. Eine Sendung von Leben und Tod. Auf dass wir klug werden.

Seine Ärzte sagen, Philipp Mickenbecker könnte jeden Moment sterben. Rund um den Tumor in seiner Brust hat sich Wasser gebildet, bedroht Herz und Lunge. Lange zögere ich, Philipp für die Sendung „Menschen“ anzufragen. Ist die so kostbare Lebenszeit eine einstündige Sendung wert? Aber dann denke ich, das ist das Thema. Genau darüber möchte ich mit Philipp gerne sprechen. Und genau das werden wir tun.

Das Leben vom Ende aus zu betrachten, schafft eine ganz andere Art zu leben.

Trotz seiner starken Präsenz in allen Medien, z.B. in einer großen NDR Reportage oder vielen Berichten in Zeitschriften und Onlineportalen, von YouTube ganz zu schweigen, ist Philipp Mickenbecker völlig unkompliziert, weicht keiner Frage aus.

„Das Leben vom Ende aus zu betrachten, schafft eine ganz andere Art zu leben“, sagt der YouTube Star. Er weiß, wovon er spricht. Er muss nicht nur selbst so früh dem eigenen Tod ins Auge sehen, sondern hat auch den tödlichen Unfall seiner jüngeren Schwester mitangesehen. Wie er deswegen einen toten, ausgekochten Rehbockschädel und Psalm 90 verbindet, erzählen wir in der Sendung.

Erfolg sollte nie das Ziel sein, Erfolg kommt, wenn man das richtige Ziel hat.

Philipp Mickenbecker ist jung, 24 Jahre jung. Aber offensichtlich können auch junge Menschen weise Dinge sagen. Befragt nach dem Riesenerfolg seines YouTube-Kanals, sagt Philipp: „Erfolg sollte nie das Ziel sein, Erfolg kommt, wenn man das richtige Ziel hat.“ Er erzählt, dass YouTube nie geplant war.

Geplant hatten er und sein Zwillingsbruder Johannes eigentlich nur, ihre Freunde ins „Real life“ zu locken. Weil diese aber lieber vor ihren Bildschirmen zu Hause hockten, statt Seilbahnen über einem See und U-Boote aus Badewannen zu bauen, haben die Brüder ihre Abenteuer gefilmt, wollten so ihre Freunde überzeugen. Weil die Badewannen- und alle andere Abenteuer aber so lustig und beeindruckend waren, wurden die Filme immer weiter geteilt. So oft und so viel, bis YouTube am Ende nur vernünftig erschien.

Ich wollte nicht mehr glauben, ich wollte wissen.

Philipp Mickenbecker hat vor einem Jahr ein Buch veröffentlicht. In dem erzählt er nicht nur alle Badewannen- und Baumhausabenteuer, sondern auch die Geschichte dahinter. Denn Philipp und seine Geschwister sind bis zum Ende der Grundschule von der Mutter zu Hause unterrichtet worden. Obwohl die Kinder weit weniger Zeit mit Lernen verbracht haben, als sie es einer Schule getan hätten, waren sie meilenweit im Schulstoff voraus.

So hatten die Kinder Zeit für Werkstatt, Hof und Natur, wo unzählige Abenteuer und Geheimnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen warteten. Von diesem besonderen Leben erzählt Philipp packend, reflektiert und gewinnend.

Er erzählt aber auch von seiner Suche nach Gott. Warum er nicht mehr glauben, sondern wissen wollte. Er erzählt, warum er heute weiß, warum er jetzt nicht mehr von der Klippe springen muss, um sich lebendig zu fühlen. Außerdem erzählt er, warum kaum noch etwas wirklich eine Rolle spielt. Und gerade deswegen alles sich so lebendig anfühlt. Eine ganz besondere Sendung über den Tod. Und das Leben, das stärker ist.

Moderation: Angela Krumpen