"Im Schlepptau" von 2016 (Messing, Treibholz, Lacke)
"Im Schlepptau" von 2016 (Messing, Treibholz, Lacke)
Meike Kröger in ihrem Atelier
Meike Kröger in ihrem Atelier
"Rettungsring" von 2015 (Messing, Treibholz, Lacke)
"Rettungsring" von 2015 (Messing, Treibholz, Lacke)
"Engel, Drahtseilakt" (Messing, Fundholz)
"Engel, Drahtseilakt" (Messing, Fundholz)
"Alle in einem Boot" von 2015 (Messing, Treibholz, Lacke)
"Alle in einem Boot" von 2015 (Messing, Treibholz, Lacke)
"Voll das Leben" (Messing, Fundholz)
"Voll das Leben" (Messing, Fundholz)

11.06.2020 - 18:00

Die Gretchenfrage Meike Kröger

Meike Kröger ist Goldschmiedin, freie Künstlerin, begeisterte Podcasthörerin -  und neuerdings ist die Neukatholikin auch beim Podcast "Gretchenfrage" mit dabei.

Auf Meike Kröger werde ich aufmerksam, weil sie seit neuestem beim Podcast „Gretchenfrage“ mitmacht. Mir gefällt die Natürlichkeit, mit der sie über so sperrige Themen wie „Gott essen. Eine kulinarische Geschichte des Abendmahles“ spricht. Frauen, die sich zu Wort melden, sind immer noch selten. Umso mehr gehe ich ihnen nach. Meike Kröger finde ich im Netz. Stoße auf ihr Atelier "Kleine Freiheit" in Kiel und auf poetische Kostbarkeiten von Strand, Meer und Natur. Meike Kröger ist überrascht, als ich sie für die Sendung anfrage. Aber sie lässt sich auf das Abenteuer ein und so gehen wir gemeinsam auf die Suche nach ihrer ganz eigenen Antwort auf die Gretchenfrage.

Hörerin aus Leidenschaft

Als Goldschmiedin hat Meike Kröger lange Zeiten im Arbeitsprozess, in dem die Hände sorgfältig arbeiten und die Gedanken doch schweifen können. Geschichten und Hörbücher waren schon immer ihr Ding. Podcasts, also im Netz Reportagen oder Talks bereitzustellen, kommen ihr wie gerufen.

Wie sie dabei nicht nur fürs Hören auf den gesellschaftlich-theologischen Podcast „Gretchenfrage“, sondern auch zum Mitmachen gekommen ist, erzählen wir gleich zu Beginn. Und dann machen wir uns auf den Weg, den Meike Kröger gegangen ist.

Das fabelhafte Gefühl innerer Ruhe

Dieser Weg führt nach der Schule erst in eine Goldschmiede, dann in die Universität. So sehr Meike Kröger das Studieren liebt – Kunst und Musiklehrerin zu werden, kann sie sich am Ende doch nicht vorstellen. Warum? Hören Sie in der Sendung.

Auch wenn sich Meike Kröger als Goldschmiedgesellin einstweilen im Leben verwurzelt, läuft die Frage: „Reicht es mir, einfach schöne Dinge herzustellen?“ immer mit. Hinter der die Frage nach dem Sinn von allem steckt. Welche Rolle die Humanisten und die Atheisten spielen, erzählen wir ebenso, wie die große Überraschung, die Meike Kröger im Benediktinerkloster Nütschau fand: „ganz schnell hat sich das fabelhafte Gefühl innerer Ruhe eingestellt.“

Die Gretchenfrage und die große Freiheit

Was denn die letztlich die Türe aufgemacht habe, will ich wissen. Und auch: wie kommt eine junge, feministische Künstlerin ausgerechnet in diesen Zeiten zur katholischen Kirche? „Das ist eine gute Frage“, sagt Meike Kröger, die erzählt, dass sie schon als Jugendliche mit lila Aufklebern unterwegs war. Die Antwort hören Sie in der Sendung.

In der wir auch erzählen, wie das, was sie im Kloster und in der Kirche findet, sich in ihrer Kunst wiederfindet. Warum es da ums Unterwegssein geht, darum, wie man das Gute angelt und warum aus Angsthasen Schutzengel werden.

Schließlich kann ich nicht umhin, Meike Kröger Goethes berühmte Gretchenfrage zu stellen. „Eine große Frage“, sagt Meike Kröger ein bisschen ehrfürchtig. Ich wünsche viel Vergnügen beim Hören ihrer Antwort.

 

Moderation: Angela Krumpen