Die Hälfte der Bevölkerung in Burundi ist jünger als 18
Die Hälfte der Bevölkerung in Burundi ist jünger als 18
Martina Wziontek
Martina Wziontek
Bildung ist für den Verein Burundikids das Wichtigste
Bildung ist für den Verein Burundikids das Wichtigste
Schul- und Krankenhausneubau in Burundi
Schul- und Krankenhausneubau in Burundi
Burundi auf einer Landkarte.
Burundi auf einer Landkarte.

04.07.2021 - 18:00

Es gab da immer eine Sehnsucht Martina Wziontek

Eine Reise 2002 nach Ruanda führte Martina Wziontek unerwartet nach Burundi und zur Frage: Was kann ich gegen so viel Not tun? Viel, sehr viel ist knapp zwei Jahrzehnte später klar. Eine Sendung über Hoffnung für Kinder in Not.

Gerade hat Martina Wziontek von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker das Bundesverdienstkreuz bekommen. Die Architektin wird u.a. für ihr Engagement für Kinder in Not in Burundi ausgezeichnet. Ein Engagement, das vor fast zwei Jahrzehnten mit einer überraschenden Reise in das winzig kleine ostafrikanische Land begann und vielen Kindern und Jugendlichen in Not neue Perspektiven ermöglichte.

Armut passt eigentlich nicht in dieses wunderschöne Land

Burundi ist ein junges Land, über die Hälfte der Menschen ist jünger als 18 Jahre. Und Burundi ist ein fruchtbares, grünes Land. „Eigentlich hätten die Menschen alles, was sie brauchen“, sagt Martina Wziontek.

Umso bedauerlicher, dass Burundi zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Leider habe die sogenannte westliche Welt, anders als im Nachbarland Ruanda, kein wirtschaftliches Interesse an Burundi, bedauert die Architektin. Und in der Tat: 2020 war Burundi das Land, über das weltweit am wenigsten berichtet wurde.

Es gab da immer eine Sehnsucht

Schon oft hat Martina Wziontek berichtet, wie sie 2002 die Kriegs- und Krisenfotografin Ursula Meissner nach Ruanda begleitete. Wie bei dieser Reise der überraschende Besuch in Burundi zustande kam, erzählt Martina Wziontek Ihnen in der Sendung.

In Burundi wurde die Architektin mit Menschen in nackter Not, ohne jede Aussicht auf Besserung, konfrontiert. Dieses übergroße Elend machte Martina Wziontek vor lauter Wut und Ohnmacht sprachlos. Welche Sehnsucht, die die Architektin schon ihr ganzes Leben begleitete, zugleich berührt wurde, verrät Martina Wziontek an dieser Stelle.

Ich kann etwas tun

In Burundi lernte Martina Wziontek die deutsche Krankenschwester Verena Stamm kennen, die schon seit Jahrzehnten in Burundi lebte und sich vor Ort bis heute ehrenamtlich engagiert. Weil Verena Stamm sich z.B. den Bau einer Schule für die Kinder dort wünschte, begriff Martina Wziontek: „Als Architektin kann ich ja was tun“.

Zurück in Köln machte Martina Wziontek sich an die, durchaus mühsame, Aufgabe, Menschen hier für die Menschen in Not in Burundi zu interessieren. Sie gründete den Verein BURUNDIKIDS, der die Arbeit von Verena Stamm und ihrem Team in Burundi unterstützt. In fast 20 Jahren sind vom Mutterkindheim über Kindergärten und Schulen bis hin zu einer Lehrapotheke viele Projekte erfolgreich realisiert worden.

Wir erzählen von Martina Wzionteks größter Freude, dass die jungen Menschen in Burundi ihre Chance ergreifen. Zuvor aber zeichnen wir ihren Weg durchs Leben nach. Welche Rolle Leistungssport dabei spielt, warum es heute auf Baustellen immer noch ein Thema ist, wenn die Architektin eine Frau ist und vieles andere mehr hören Sie in dieser Sendung.