Maik Kivelip an seinem Arbeitsplatz im Bestattungshaus
Maik Kivelip an seinem Arbeitsplatz im Bestattungshaus
Maik Kivelip an seinem Arbeitsplatz im Radio
Maik Kivelip an seinem Arbeitsplatz im Radio

24.01.2021 - 18:00

Der Podcast "Zettel am Zeh" Maik Kivelip

Der Radiomoderator Maik Kivelip will Menschen unterhalten. Der Bestattungshelfer Maik Kivelip will Menschen beim Abschiednehmen beistehen. Mit dem Podcast „Zettel am Zeh“ bringt er beides zusammen.

Eine Sendung aus einem, noch dazu ganz neuem, Radiostudio! Ein kleines, sehr feines Radioabenteuer. Denn für die Sendung überlässt mir mein Gast, der Radiomoderator Maik Kivelip, seinen Arbeitsplatz und nimmt selbst das Gastmikrofon. Alles natürlich Coronakonform: Wir sind beide frisch getestet und das Gespräch führen wir mit einer Plexiglasscheibe zwischen uns.

In der Coronapandemie haben die Menschen besonders viele Fragen zum Tod. Und so fangen wir die Sendung auch an, wir sprechen darüber, was es für die Bestattung und für Angehörige bedeutet, wenn jemand an Corona stirbt und über unbegründete Ängste in Zusammenhang mit der Pandemie. Aber über erschreckend viele Särge in der Halle eines Krematoriums, alle mit dem Coronawarnzeichen darauf, sprechen wir auch.

Zettel am Zeh

Auf Maik Kivelip bin ich durch die Lokalzeitung und seinen Podcast „Zettel am Zeh“, aufmerksam geworden. Wenn Sie bei „Zettel am Zeh“ jetzt an eine Leiche mit einem Zettel am Zeh denken - hat sich der Titel des Podcasts schon gelohnt. Warum Maik Kivelip selbst aber nie von Leichen spricht, das erzählen wir in der Sendung.

„Zettel am Zeh“ hat Maik Kivelip gestartet, um auf all die Fragen einzugehen, die die Menschen ihm stellten, seitdem sie wussten, dass Maik er neben seinem Hauptberuf als Radiomoderator, nebenberuflich als Bestattungshelfer arbeitet. „Ich wollte die Fragen der Menschen beantworten, den Tod nicht mehr totschweigen.“

Bevor ich das Licht ausmache, sage ich noch gute Nacht

Warum Maik Kivelip Bestattungshelfer geworden ist, erzählen wir natürlich auch. Zunächst aber bearbeitete er sein Interesse an diesem Beruf journalistisch, mit einer Reportage. Die Radioreportage verlief aber anders als gedacht. In der Sendung erzählt Maik Kivelip, was ihm als Reporter beim Bestatter blühte.

Wir erzählen aber auch, warum ihn die Arbeit genau wegen dieses Tages so gepackt hat, warum er heute keine Angst mehr vor dem Tod hat, wem er bei der Arbeit "gute Nacht" wünscht und warum er die Würde von Verstorbenen auf keinen Fall verletzten will.

Über all das spricht Maik Kivelip in dieser Sendung, so wie er seine eigenen Sendungen moderiert: gut informiert, aufmerksam und zugewandt. Ich wünsche viel Vergnügen und der Sendung viele Hörer*innen.