Unterschriftenübergabe der beiden katholischen Frauenverbände kfd und KDFB an das Präsidium des Synodalen Wegs
Unterschriftenübergabe der beiden katholischen Frauenverbände kfd und KDFB an das Präsidium des Synodalen Wegs
Rotraut Röver-Barth am See Genezaret 2018
Rotraut Röver-Barth am See Genezaret 2018
Aktivistinnen von Maria 2.0 am Kölner Dom
Aktivistinnen von Maria 2.0 am Kölner Dom
Bühne von Maria 2.0 vor dem Kölner Dom
Bühne von Maria 2.0 vor dem Kölner Dom

24.05.2020 - 18:00

Frauen. Bildung. Und Frauenbildung Rotraut Röver-Barth

Rotraut Röver-Barth blickt auf eine kurze Zeit als Vorsitzende des Diözesanverbandes des KDFBs in Köln zurück- und auf ein langes, bewegtes Leben. Welches sie bis heute Frauen, Bildung und Frauenbildung widmet.

Damit diese Sendung online aufgenommen werden konnte, habe ich Rotraut Röver-Barth viel abverlangt. Sie musste in ihren Computer investieren und auch ein bisschen aufrüsten. Wie Rotraut Röver Barth mit dieser Herausforderung umgeht, alle social distance - Standards der Coronapandemie einhält und doch eine Lösung findet, erzählt schon viel über ihr Leben: einer ihrer Schüler, ein syrischer Geflüchteter, besorgt ihr ein Headset, Freundinnen aus dem Netz des katholischen Frauenbundes coachen sie fernmündlich durch ihre Computerprogramme: allen beteiligten vielen Dank dafür!

Helene Weber würde dasselbe fordern

Rotraut Röver-Barth steht in einer großen, langen Tradition: Unter den Präsidentinnen der Katholischen Deutschen Frauen Bundes ist auch Helene Weber. Sie war es die, als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“, dafür sorgte, dass der Satz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde.

In der noch kurzen Amtszeit von Rotraut Röver Barth ist viel passiert, unter anderem ist die Bewegung Maria 2.0 entstanden. Was wohl Helene Weber zu den Forderungen von Maria 2.0 sagen würde?, „Helene Weber würde dasselbe wie wir fordern“ ist sich Rotraut Röver-Barth sicher und erzählt in der Sendung von vielen Aktivitäten – z.B. vom „Hatwalk“ der Frauen in Köln.

Tagesstruktur aus dem Kloster trägt durch Coronazeit

Als Tochter eines Eisenbahners ist Rotraut Röver-Barth oft umgezogen. Das war hart, hat Rotraut Röver-Barth aber auch viele, verschiedene Weisen vor Augen geführt, das Leben anzuschauen. Warum Theologie und pastorale Arbeit die kluge Schülerin immer interessierte, sie sich dann aber doch für ein Deutsch- und Geschichtsstudium entschied, hören Sie in der Sendung.

In einer Krise entdeckte Rotraut Röver-Barth Zenmeditation, die sie später viele Jahre bei Jesuitenpater Lasalle vertieft. Sie trennt sich von ihrem Mann und prüft, begeistert vom frischen Konzilswind, ein Leben im Kloster für sich. Warum sie sich gegen ein Leben im Kloster entscheidet, warum die Tagesstruktur aus dem Kloster sie bis heute trägt und wie sie sich fortan ihrer Berufung, einem engagierten Leben als Lehrerin widmete, erzählt Rotraut Röver-Barth unprätentiös, offen und unterhaltsam in der Sendung.

Türen und Herzen öffnen

In der Sendung zeichnen wir Rotraut Röver-Barths langen, facettenreichen Lebensweg nach. Erzählen wie sie, die in ihrem Elternhaus mit Antisemitismus konfrontiert war, in Frankfurt bei Marx Horkheimer, einem führenden Kopf der Frankfurter Schule, studierte: „ich hing an seinem Mund“ erzählt sie. Warum er sie so prägte, hören Sie in der Sendung selbst.

Die weit in muslimischen Ländern gereiste Vorsitzendes des Diözesanverbandes des KDFBs erzählt auch, was sie in den Kursen mit Frauen im muslimischen Frauenzentrum und russischen Migrantinnen in der Synagoge erlebt und wie sie für Begegnung zwischen diesen Welten sorgt.

Neben vielen anderen Dingen, hören Sie in der Sendung auch, warum Rotraut Röver-Barth Türkisch lernte, und wie ihr das die Herzen und die Türen zu Familien öffnete, in die sie jetzt wie eine Mutter und Großmutter aufgenommen ist.

Die ganze Sendung ist eine Inspiration, selber den Weg zu den Herzen der Menschen zu suchen. Ich wünsche: viel Vergnügen.

Moderation: Angela Krumpen
(ak)