Prof. Dr. Stefan Klöckner

... von vorgestern? - Für heute!

Theologe und Musikwissenschaftler setzt sich mit der Aktualität des Gregorianischen Chorals auseinander.

Unter der Leitung von Professor Wolfgang Brettschneider singt die Münster-Schola. / © Tomasetti (DR)
Unter der Leitung von Professor Wolfgang Brettschneider singt die Münster-Schola. / © Tomasetti ( DR )

Als das neue Gotteslob redaktionell erarbeitet wurde, gab es auch bezüglich der Gregorianik in den Gemeinden Erhebungen, wieviel davon aus dem alten Gesangbuch Verwendung findet und was man sich für das neue erhofft. Das Ergebnis war mit "so wenig wie möglich" fast schon niederschmetternd. Wie kommt es, dass der laut Zweitem Vatikanischen Konzil der Kirche eigene Gesang (SC 116) in der Liturgie weitgehend auf Ablehnung stößt, gleichzeitig aber Konzerte mit Gregorianik oder auch die weitergehende Verwendung dieser Musik im weltlichen Bereich sich großer Beliebtheit erfreuen? Stefan Klöckner, Professor für Musikwissenschaft, Gregorianik und Geschichte der Kirchenmusik an der Folkwang Universität der Künste in Essen, sieht einen Schlüssel in der Art und Weise, wie Gregorianischer Choral in der Liturgie gesungen wird. Für ihn ist dieser Gesang in allererster Linie die Kultur des erklingenden Wortes im Gottesdienst.

Prof. Klöckner hielt seinen Vortrag im Rahmen der mittwochsgespräche im Mai 2019 im Maxhaus Düsseldorf.

Erstsendung: 23.06.2019

Quelle:
DR