10.05.2017 - 09:00

Warum gehören die zusammen? Maria und die Lilie

Wenn einem die Worte fehlen oder man eine Botschaft mit Eleganz übermitteln will, kann man Blumen für sich sprechen lassen. Ein Beispiel dafür: Maria und die weiße Lilie ...

Einige Blumen sind so symbolträchtig, dass man eigentlich gar nichts mehr zu ihrer Bedeutung sagen muss: Rosen sind ein bekanntes Symbol für die Liebe, die Sonnenblume steht für pure Fröhlichkeit, Spaß und menschliche Wärme.

Wofür eine Blume steht, das hängt ganz oft mit ihrem Aussehen und ihrer Wirkung zusammen, aber auch die Farbe ist dafür entscheidend: Die weiße Lilie steht für das Licht und sollte mit viel Herz weitergegeben werden, heißt es im Volksmund. Im Christentum ist sie Symbol für Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit - steht deshalb in engem Zusammenhang mit der Gottesmutter Maria.

Gemeinsamer Auftritt - Maria und Lilie

Vor Marienbildchen, kleinen Marienaltären oder auf Fresken findet man die weiße Lilie häufig. Zudem ist sie besonders häufig auch auf Gemälden zu sehen, die die Verkündigung zum Thema haben. Dem Erzengel Gabriel wird im Zusammenhang mit Marias Verkündigung ebenfalls eine Lilie zugesprochen. Wenn die Lilie in Gabriels Hand abgebildet ist, repräsentiert sie damit die Jungfräulichkeit Mariens.

Heidnische Herkunft?

Bis ins Mittelalter hinein galt die Lilie bei den Christen als heidnisch. Erst über die biblische Susanna von hebräisch "Shushan" die Lilie, die als Vorläuferin Mariens gilt, kam sie in die christliche Formensprache und erhielt dann sogar einen Beinamen. Eine bestimmte Liliengattung heißt heute deshalb Madonnenlilie.

Moderation: Verena Tröster