15.06.2010 - 13:53

Eheannulierung in der kath. Kirche Bis dass der Tod Euch scheidet?

Die Diözesanrichterin Dr. Elfriede Glaubitz braucht ein wunderbares Bild, um zu beschreiben, wann Ehen ungültig geschlossen worden: Bei der Heirat, sagt sie, knoten die Eheleute ein Band mit dem Sakrament der Ehe. Manchmal aber übersehen sie dabei, dass der Stoff aus dem das Band dieser Ehe gewoben wird, eine Laufmasche hat. So klein Laufmaschen zu Beginn auch sein mögen, wenn sie ungehindert weiterlaufen, können sie den ganzen Stoff auflösen.

Im übertragenen Sinn kann sich auch das Eheband auflösen, wenn ein Webfehler übersehen wurde. Und das kann viele Gründe haben: ein Partner wollte nicht treu sein, oder er wollte keine Kinder - hat aber bei der Eheschließung das Gegenteil behauptet. Suchtkrankheiten können ebenso zur ungültigen Eheschließung führen, wie bewusste Täuschung. In all diesen Fällen kann geprüft werden, ob die Ehe gültig oder ungültig war - und gegebenenfalls die Ungültigkeit festgestellt werden. Wie ein solches Verfahren aussieht, wann es angestrebt werden kann und wann Aussicht auf Erfolg besteht - all das wird die Diözesanrichterin Dr. Elfriede Glaubitz am Offizialat in Köln in der Sendung Beratung erklären.