17.02.2011 - 10:59

Karin Bruder schreibt über das Aufwachsen in einer Diktatur "Zusammen allein"

Die Autorin Karin Bruder ist in Rumänien geboren. Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr wohnte sie in Kronstadt. Ihre Familie gehörte zu den Siebenbürgern Sachsens. In ihrem Jugendroman "Zusammen allein" erzählt die Schriftstellerin, wie sich das Leben in einer Diktatur anfühlt. Ihre Romanheldin heißt Agnes. Die Eltern des 16-jährigen Mädchens haben sich aus dem kommunistischen Rumänien in den Westen abgesetzt und ihre Tochter zurückgelassen. Sie findet bei ihrer Großmutter Puscha Unterschlupf.

Die Großmutter ist eine Außenseiterin. Von der Familie wurde sie verstoßen, weil sie einen Rumänen geheiratet hat - für eine Siebenbürgerin Sachsens ein Tabus. Zwischen Agnes und ihrer Großmutter entwickelt sich eine innige Beziehung. Im domradio Autoreninterview erzählt Karin Bruder wie viel Autobiografie in ihrem Roman steckt und sie verrät, was "kaptschulig" heißt - ein Wort aus ihrer Muttersprache der Siebenbürger Sachsens.