15.04.2013 - 09:20

Wird als Urvater des Comics gehandelt Wilhelm Busch

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen!! Wie zum Beispiel hiervon diesen, Welche Max und Moritz hießen“ - Der Beginn der wohl bekanntesten deutschsprachigen Lausbubenerzählung. Jedes Kind kennt die Streiche der beiden Jungen Max und Moritz. Der Autor dieser Bildergeschichte, Wilhelm Busch, wurde am 15. April 1832 in der Nähe von Hannover geboren.

 

Wegen seiner satirischen Bildergeschichten, die mit Versen gespickt waren, gilt Wilhelm Busch als einer der Urväter des modernen Comics.

Wilhelm Busch selbst stammte aus recht einfachen Verhältnissen. Als ältestes von sieben Kindern wuchs er bei seinem Onkel auf, weil es im elterlichen Wohnhaus zu eng war. Mit 15 begann Wilhelm Busch auf Wunsch seines Vaters ein Maschinenbaustudium in Hannover, das er jedoch 1851 abbrach.

Sein Interesse galt vor allem der Malerei. Deswegen studierte er an den Kunstakademien in Düsseldorf, Antwerpen und München. Dort trat Busch auch dem Kunstverein „Jung München“ bei. Der Künstler beschäftigte sich ausgiebig mit Aktstudien, Anatomie sowie Zeichnen und Malen. 1864, also mit 32 Jahren fertigte er das Werk „der heilige Antonius von Padua“ an. Von Wilhelm Busch sind ungefähr 1000 Ölgemälde erhalten. Die im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover ausgestellt sind.

Gleichzeitig zur Malerei widmete sich Busch auch der Schriftstellerei. Nach der Bildergeschichte „Krischan mit der Piepe“ wurden 1865 die Geschichten von „Max und Moritz“ veröffentlicht. Eine weitere bekannte Bildergeschichte war die „der Frommen Helene“.

Bis 1884 veröffentlichte Wilhelm Busch einige seiner berühmtesten Geschichten wie „Fipps der Affe“, „Plisch und Plum“ oder „Balduin Bählamm“.

Wilhelm Busch war in dieser Zeit bereits gesundheitlich schwer angeschlagen: Immer wieder litt er an Nikotinvergiftungen.

Die letzten Werke, die Busch veröffentlichte waren vor allem Erzählstücke und Gedichte.

Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen im Harz an Herzversagen.

Seine letztes Werk, das zu Lebzeiten herausgegeben wurde, war das Gedichtband zu guter letzt:

„Wohl dem, der ohne Grauen,
In Liebe treu bewährt,
Zu jenen dunklen Auen
Getrost hinüberfährt.

Zwei Blinde, müd vom Wandern,
Sah ich am Ufer stehn;
Der eine sprach zum andern:
Leb wohl, auf Wiedersehn.“