Höhe des Brandschadens in Aachener Kirche nicht abzusehen

Altarbilder vollständig verbrannt

Experten haben am Montag die durch einen Brand in der Silvesternacht zum Teil zerstörte Aachener Nikolauskirche begutachtet. Architekten des Bistums Aachen inspizierten die Statik des Gewölbes, wie die Diözese am Montag mitteilte. Einsturzgefahr bestehe nicht.

 (DR)

Jedoch seien die Natursteine in einem Fensterbereich stark beschädigt. Zur Höhe des Schadens vor allem an dem hölzernen Hochaltar von 1630 könnten noch keine Angaben gemacht werden. Das Feuer war nach Polizeiangaben möglicherweise durch eine Silvesterrakete entstanden, die eine der Fensterscheiben durchschlagen hatte.



Die drei Altarbilder des barocken Altars von Rubensschüler Robert von Depenbeeck seien vollständig verbrannt, hieß es. Einige Holzfiguren seien stark verkohlt herabgestürzt, aber zum Teil erhalten. Ob der Altar restauriert werden könne, sei zurzeit offen. Die Beschädigungen an der Rückseite des Altars seien größer als zunächst angenommen, erläuterte der Restaurator des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), Marc Peez. Es müsse zunächst festgestellt werden, welche Holzteile verkohlt und welche nur oberflächlich verrußt seien. Schaden habe auch das Löschwasser verursacht. Erst nach Feststellung aller Schäden könne ein Konzept für eine mögliche Restaurierung erstellt werden.



Die Aachener City-Kirche, die ökumenisch genutzt wird, sei gegen Brandschäden versichert, teilte das Bistum mit. Am Dienstag werde es Gespräche mit einem Gutachter des Versicherungsunternehmens geben.



Hinweis: Zur Instandsetzung ist ein Spendenkonto eingerichtet worden. Kontonummer 10132360016 bei der Pax Bank Aachen, Bankleitzahl 370 601 93, Stichwort: Brand