"Das ist ein Wunder"
Sichtlich beeindruckt zeigte sich Sarkozy vor einer Schwarz-Weiß-Fotografie der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Freiburger Innenstadt. "Das ist ein Wunder", so der französische Staatspräsident. Inmitten der Trümmer nach dem Luftangriff von 1944 ragt der nahezu unbeschädigte Münsterturm auf.
Erzbischof Zollitsch zeigte den Gästen die biblischen und allegorischen Figuren der Portalhalle aus dem 13. Jahrhundert und den um 1515 entstandenen Hochaltar von Hans Baldung Grien. Es habe sich ein gutes Gespräch entwickelt, bei dem er auch das Thema der christlichen Wurzeln Europas habe ansprechen können, so Zollitsch. Zudem habe er die Bedeutung der deutsch-französischen Aussöhnung und Freundschaft betont.
Münsterbesuch auf Initiative Merkels
Der Münsterbesuch war auf Initiative der Kanzlerin ins Programm des 13. deutsch-französischen Ministerratstreffen aufgenommen worden.
Auf deutscher Seite nehmen auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP), Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) an den bis zum Nachmittag andauernden Regierungsgesprächen teil. Die Regierungsgespräche haben auch die langfristigen Maßnahmen zum Schutz des Euro vor neuen Schuldenkrisen zum Thema. Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Gipfels kam es in der Innenstadt zu massiven Verkehrsbehinderungen.
Sarkozy und Merkel besuchen Freiburger Münster
Erzbischof Zollitsch gibt Kirchenführung
Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy haben das Freiburger Münster besichtigt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch führte die beiden Gäste, begleitet von Orgelklängen, rund eine Viertelstunde durch das Gotteshaus.
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