Ausstellung über das Älterwerden in Leipzig

Alt Verbraucht, reif weise

Jeder fünfte Deutsche ist inzwischen älter als 65 Jahre. In gut 20 Jahren wird es jeder Dritte sein. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Älterwerden bestehen zu anderen Kulturen? Das Leipziger Grassi-Museum beleuchtet verschiedene Gesichtspunkte. Die Ausstellung "FaltenReich" nimmt das Älterwerden in verschiedenen Regionen und Kulturen der Welt ins Visier.

 (DR)

Die Sonderausstellung, mit dem Thema, "Vom Älterwerden in der Welt",  widmet sich erstmalig im deutschsprachigen Raum einer interkulturellen Gegenüberstellung. Ausstellungsstücke aus Alltag, Medizin, ritueller Praxis und Technik zeigen, wie in verschiedenen Ländern mit dem Alter umgegangen wird. Hierzu werden die Wahrnehmung des Alterns, der Umgang damit, verjüngende Maßnahmen und kulturelle Traditionen bis hin zum Endpunkt des Alterns, dem Tod, einander gegenübergestellt.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen. Ziel sei es, das noch immer vorherrschende "Bild, dass Alter gleich Gebrechlichkeit ist", zu korrigieren, heißt es seitens des Bundesfamilienministeriums. Die Ausstellung solle vor allem Jugendliche dazu anregen, sich mit dem Altern zu beschäftigen, betont der Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, Claus Deimel.

Die Exponate sind im Leipziger Museum für Völkerkunde bis zum 4. Oktober, dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, zu bewundern.