Papst Leo XIV. stärkt Firmlinge für ihren Platz in der Gemeinde

"Sie verschwinden aus der Gemeinde"

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche und wird in der Regel in der Jugend gespendet. Sie soll ihnen die Kraft des Heiligen Geistes schenken und ihre Verbindung zur Kirche stärken. Dies gelingt nicht immer.

 © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA (KNA)
© Vatican Media/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Papst Leo XIV. hat junge Menschen aufgerufen, auch nach dem Sakrament der Firmung in der Kirche aktiv zu bleiben. "Manchmal sieht man die Jugendlichen nach der Firmung, der Gabe des Heiligen Geistes, nie wieder!", sagte er am Samstag im Vatikan. "Sie verschwinden aus der Gemeinde." Dies sei etwas sehr Trauriges, so der Papst vor einer Gruppe von Firmlingen aus dem Bistum Mailand.

Blick auf Rom / © ecstk22 (shutterstock)

Er erinnerte sie an die Ausdauer als eine der Gaben des Heiligen Geistes. Es gebe so viele Angebote und Möglichkeiten in der Gemeinde. "Jesus Christus möchte mit euch gehen, mit jedem Einzelnen von euch und mit euch allen in Gemeinschaft, was so wichtig ist", so der Papst.

"Mutig und ohne Angst"

Das Sakrament der Firmung, das meist im Alter zwischen 13 und 16 gespendet wird, solle den Jugendlichen die Kraft des Heiligen Geistes schenken, sagte Leo XIV. Diese Begeisterung befähige sie, Jesus Christus "mutig und ohne Angst zu folgen und den Glauben in einer Welt zu leben, die uns so oft von Jesus wegführen will".

Zugleich erinnerte er an das bevorstehende Pfingstfest (24./25. Mai), an dem die Jünger laut biblischer Überlieferung den Heiligen Geist empfingen, "um das Evangelium und die Liebe Gottes zu verkünden". Die jungen Firmlinge seien Teil dieser Mission für ihre Freunde, Familien und alle Menschen. "Auch ihr sollt lebendige Zeugen des Geistes sein, der in uns wohnt", sagte der Papst.

Firmung

Der Begriff "Firmung" stammt vom lateinischen Wort "confirmatio" und bedeutet so viel wie "Festigung" oder "Stärkung". Er bezeichnet das jüngste der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Eigenständig gespendet wird es erst seit dem Konzil von Florenz (1439-1445).

Aus Sicht der Kirche werden junge Katholiken mit der Firmung erwachsen. Das Sakrament schließt den Eingliederungsprozess in die Kirche nach Taufe und Erstkommunion ab. Wer erst als Erwachsener in die katholische Kirche eintritt, empfängt zumeist Taufe, Erstkommunion und Firmung in einem.

Jugendlicher bei der Firmung / © Harald Oppitz (KNA)
Jugendlicher bei der Firmung / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA