Im Kapitelsamt im Kölner Dom gingen an diesem Sonntag Kinder der Kölner Domsingschule zur ersten Heiligen Kommunion. Ihre Vorbereitung darauf und ihre Gemeinschaft beschrieben die Kinder in einem Bild. Zuvor hatten sich die Kinder über Monate auf den ersten Empfang der Kommunion vorbereitet. An diesem 6. Sonntag der Osterzeit war es dann soweit.
Domdechant Msgr. Robert Kleine stellte in seiner Ansprache das Bild des großen Baumes in den Mittelpunkt, den die Kinder gestaltet haben. Dieser Baum stehe für die Gemeinschaft, die alle Menschen miteinander verbindet. Niemand sei ausgeschlossen, sondern jeder könne sich "mit in den Baum malen" – Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde. Kirche bedeute immer Gemeinschaft und Verbundenheit.
Besonders hob Msgr. Kleine hervor, dass alle Menschen Kinder Gottes seien. Wie die Äste eines Baumes miteinander verbunden sind, so seien auch die Menschen untereinander verbunden. Entscheidend seien dabei die Wurzeln des Lebens: Familie, Freundschaften und vor allem Gott. Gott gebe Halt und Stärke, damit Menschen auch in schwierigen Zeiten nicht "umkippen", wenn Wind und Sturm kommen. Selbst wenn Menschen Gott manchmal vergessen, bleibe er ihnen treu und halte die Verbindung zu ihnen aufrecht.
Die Erstkommunion lade deshalb dazu ein, über die eigene Gemeinschaft nachzudenken: Mit wem bin ich verbunden? Wo brauche ich Versöhnung? Wo kann Gemeinschaft neu wachsen? So ermutigte Domdechant Kleine dazu, Frieden miteinander zu suchen und sich von Gottes Nähe getragen zu wissen.
Abschließend erklärte Msgr. Kleine die Bedeutung der Heiligen Kommunion. Gott habe sich in Jesus Christus den Menschen ganz nahe gemacht – zuerst als Kind in Bethlehem und dann in der Eucharistie unter der Gestalt des Brotes. In der Kommunion schenke Jesus den Menschen seine Nähe und Gemeinschaft. Den Erstkommunionkindern und ihren Familien wünscht Kleine, dass dieses Fest sie auf ihrem Glaubensweg stärkt und sie die Erfahrung dieser Gemeinschaft ihr ganzes Leben begleitet.