Papst Leo XIV. macht zwei Latino-Einwanderer zu US-Bischöfen

Im Kofferraum geflohen

Der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV. ist seit knapp einem Jahr Papst. Bei der Ernennung von Bischöfen greift er oft auf Kirchenmänner mit Migrationshintergrund zurück. Nun hat er zwei Latinos zu US-Bischöfen ernannt.

Insignien eines Bischofs: Bischofsring, Pileolus, Mitra und Bischofsstab (KNA)
Insignien eines Bischofs: Bischofsring, Pileolus, Mitra und Bischofsstab / ( KNA )

Papst Leo XIV. hat zwei aus Lateinamerika eingewanderte Männer zu Bischöfen in den USA gemacht. Das geht aus einer Mitteilung des vatikanischen Presseamts vom Freitag hervor. Einer der neu ernannten Oberhirten, Evelio Menjivar-Ayala, war 1990 als 20-jähriger Flüchtling aus El Salvador im Kofferraum eines Autos illegal über die Grenze bei Tijuana nach Kalifornien eingereist. Der heute 55 Jahre alte Geistliche wird nun Bischof von Wheeling-Charleston im US-Bundesstaat West Virginia.

Zuvor hatte er dreieinhalb Jahre als Weihbischof in der Hauptstadt Washington DC gewirkt. Die Provinz Chalatenango in El Salvador, aus der Menjivar-Ayala stammt, war in den 1980er Jahren Schauplatz blutiger Konflikte im salvadorianischen Bürgerkrieg.

Ebenfalls am Freitag gab der Vatikan die Ernennung von John Gomez (50) zum Bischof von Laredo im Bundesstaat Texas bekannt. Gomez stammt aus Kolumbien. Er war bis zu seiner Bischofsernennung Generalvikar im texanischen Bistum Tyler. Ferner gab der Vatikan die Ernennung zweier neuer Weihbischöfe für das Hauptstadtbistum Washington DC bekannt. Es handelt sich um Gary Studniewski (68) aus Toledo (Ohio) und Robert Boxie (45) aus Lake Charles (Louisiana).

Quelle:
KNA