Denkmalpflegerin entdeckt 1.000 Jahre altes Bronze-Kreuz bei Berlin

Beleg für frühe Christianisierung

Es ist eine Geschichte wie aus den "Indiana Jones"-Filmen. Ein 1.000 Jahre altes Bronze-Kreuz ist im Havelland westlich von Berlin ausgegraben worden. Das "Spandauer Kreuz" wurde von einer ehrenamtlichen Denkmalpflegerin entdeckt.

Das Kreuz und die Gussform werden bis März 2026 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel und danach im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin ausgestellt sein / © Soeren Stache (dpa)
Das Kreuz und die Gussform werden bis März 2026 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel und danach im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin ausgestellt sein / © Soeren Stache ( dpa )

Das teilte Brandenburgs Kulturministerium mit. Die dazu passende Gussform sei bereits 1983 in Berlin-Spandau gefunden worden.

"Als ich das erste Mal von diesem Fund hörte, musste ich an Indiana Jones denken", sagte Kulturstaatssekretär Tobias Dünow laut Mitteilung. "Ein kleines Bronzekreuz liegt rund 1.000 Jahre im Boden – eine Gussform wartet seit mehr als 40 Jahren in einem Berliner Museum auf ihr Gegenstück. Und dann findet eine ehrenamtliche Schatzgräberin dieses Gegenstück auf einem Havelländer Acker."

Beeindruckender Beleg für die frühe Christianisierung in Brandenburg

Das Kreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert sei "ein beeindruckender Beleg für die frühe Christianisierung in Brandenburg"; und es zeige, welche Rolle das Christentum in der damals mehrheitlich slawisch besiedelten Region schon spielte, so Dünow. Der Fund zeige einmal mehr, dass es im Land Brandenburg bedeutsame historische Spuren gebe.

 

Quelle:
KNA