Die Schwaiger Brauchtumsfreunde haben eine Einladung der Maibaum-Diebe aus Inning am Ammersee angenommen. Michael Miesbauer, Vorstand des Vereins Moosmotor Schwaig, bestätigte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag entsprechende Medienberichte. Zuvor hatten die Maibaumdiebe einen rund 15 Meter langen Stamm gestohlen.
Maibaum für Rom
Sie glaubten, es sei der Maibaum, der von Kardinal Marx für das Gästehaus seines Erzbistums in Rom vorgesehen war. Tatsächlich nahmen sie jedoch nur einen Übungsbaum mit. Der echte Baum blieb an seinem Platz.
Der Verein aus Schwaig organisiert im Auftrag des Erzbischofs Transport und Aufstellung des Maibaums. Der gestohlene Stamm diente nach Angaben des Vereins nur zum Üben. Mit der Aktion soll bayerisches Brauchtum in die Nähe des Vatikans gebracht werden.
Ob die Diebe nun auch nach Rom reisen, ist offen. "Ich gehe nicht davon aus, jedenfalls war die Begleitung der Inninger nicht Gegenstand der Verhandlung. Außerdem könnten wir das gar nicht entscheiden, das Aufstellen findet im Rahmen einer Veranstaltung der Stiftung Begegnungszentrum statt, bei welcher auch wir nur Gäste und Unterstützer sind. Ob Gespräche zwischen den Ausrichtern und den Inningern diesbezüglich laufen, ist mir nicht bekannt", sagte Miesbauer der KNA.
Ärger über die Aktion gibt es nicht. "Der Brauch des Maibaumstehlens gehört dazu. Wenn es dabei mit rechten Dingen zugeht, was in diesem Fall absolut so war, dann kann man nicht 'sauer' sein", sagte Miesbauer. "Der echte Baum ist mittlerweile auf dem Weg nach Rom und wird am 9. Mai im Garten der Casa Santa Maria aufgestellt."