Vorbereitung der Beisetzung von Altbischof Nowak in Magdeburg läuft

Abschiednehmen am Sarg möglich

Hochbetagt starb Altbischof Leo Nowak mit 97 Jahren. Am Samstag finden die feierliche Totenmesse und die Beisetzung in der Magdeburger Kathedrale statt. Wer kommt? Und wann ist vorab ein Abschiednehmen möglich?

Der verstorbene Altbischof Leo Nowak / © Karin Wollschläger (KNA)
Der verstorbene Altbischof Leo Nowak / © Karin Wollschläger ( KNA )

Der verstorbene katholische Altbischof Leo Nowak wird am Samstag in der Kathedrale Sankt Sebastian in Magdeburg beerdigt. Um 10.30 Uhr findet dort zunächst ein feierliches Requiem statt. Bischof Gerhard Feige leitet die Totenmesse. Anschließend wird Nowak auf dem Kapitelsfriedhof im Innenhof der Kathedrale beigesetzt.

Das Bistum Magdeburg überträgt beides auch im Livestream auf Youtube. Erwartet werden unter anderen der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, die Erzbischöfe Udo Markus Bentz (Paderborn) und Heiner Koch (Berlin) sowie Ministerpräsident Sven Schulze (CDU). Nowak war am 12. April im Alter von 97 Jahren verstorben. Er war von 1994 bis zum Beginn seines Ruhestands 2004 erster Bischof des 1994 im Zuge der Wiedervereinigung neu gegründeten Bistums Magdeburg in Sachsen-Anhalt.

Abschiednehmen am Sarg ab Freitag

Der Leichnam des Altbischofs trifft nach Angaben des Bistums bereits am Freitag in der Kathedrale ein. Im gesamten Bistum werden ab 15.50 Uhr eine Viertelstunde lang die Glocken läuten, wenn der Sarg in die Bischofskirche gebracht wird. Ein persönliches Abschiednehmen am geschlossenen Sarg ist an diesem Tag von 16 bis 22 Uhr möglich. Um 18 Uhr wird eine Vesper als Totengebet gefeiert.

Traditionell wird der Bischof in kirchlichen Gewändern bestattet, als Zeichen seines bischöflichen Dienstes. In den Sarg wird das sogenannte Rogitum gelegt, eine Urkunde, die neben wichtigen Daten des Lebenslaufs auch besondere Ereignisse seiner bischöflichen Amtszeit würdigt, unterzeichnet von Bischof Feige und den Priestern des Domkapitels. Während der Aufbahrung und im Requiem wird der Sarg mit dem Evangelienbuch und der bischöflichen Kopfbedeckung, der Mitra, geschmückt. Neben dem Sarg wird Nowaks Bischofsstab stehen.

Bistum Magdeburg

Das Bistum Magdeburg zählt zu den jüngsten Bistümern in Deutschland. Die Geschichte des katholischen Glaubens in der Region reicht allerdings zurück bis ins achte Jahrhundert. 

Das Gebiet des Bistums umschließt ein Territorium, das zu den ältesten deutschen Kulturlandschaften zählt. Hier stand die Wiege des Deutschen Reiches und bis heute ruhen hier die ersten deutschen Herrscher: König Heinrich I. in der Stiftskirche von Quedlinburg und Kaiser Otto der Große im Magdeburger Dom, der ersten gotischen Kathedrale diesseits der Alpen. 

Die Kathedrale Sankt Sebastian zwischen Wohnhäusern in Magdeburg / © Dominik Wolf (KNA)
Die Kathedrale Sankt Sebastian zwischen Wohnhäusern in Magdeburg / © Dominik Wolf ( KNA )

Fit bis ins hohe Alter

Nowak kam am 17. März 1929 in Magdeburg zur Welt und wurde dort 1956 zum Priester geweiht. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1990 zum Bischof «in» Magdeburg; das sogenannte Bischöfliche Amt Magdeburg gehörte damals zum Erzbistum Paderborn. Mit der Errichtung des Bistums Magdeburg 1994 wurde Nowak dann Bischof von Magdeburg. Von 1991 bis 1996 leitete er zudem die Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2004 war Nowak im Ruhestand und erfreute sich bis ins hohe Alter körperlicher und geistiger Fitness.

Bistum Magdeburg

Das Bistum Magdeburg zählt zu den jüngsten Bistümern in Deutschland. Die Geschichte des katholischen Glaubens in der Region reicht allerdings zurück bis ins achte Jahrhundert. 

Das Gebiet des Bistums umschließt ein Territorium, das zu den ältesten deutschen Kulturlandschaften zählt. Hier stand die Wiege des Deutschen Reiches und bis heute ruhen hier die ersten deutschen Herrscher: König Heinrich I. in der Stiftskirche von Quedlinburg und Kaiser Otto der Große im Magdeburger Dom, der ersten gotischen Kathedrale diesseits der Alpen. 

Die Kathedrale Sankt Sebastian zwischen Wohnhäusern in Magdeburg / © Dominik Wolf (KNA)
Die Kathedrale Sankt Sebastian zwischen Wohnhäusern in Magdeburg / © Dominik Wolf ( KNA )
Quelle:
KNA