Caritas beklagt schlechte Versorgungslage für Kinder in Bethlehem

Medizinische Betreuung erschwert

Die Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband macht auf die schwierige Situation der medizinischen Versorgung von Kindern in der Region aufmerksam. Lange Anfahrtswege führen dazu, dass Behandlungen mit Aufwand verbunden sind.

Blick auf Bethlehem / © Jean-Matthieu Gautier (KNA)
Blick auf Bethlehem / © Jean-Matthieu Gautier ( KNA )

Anlässlich des diesjährigen Muttertags macht die Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband e.V. auf die schwierigen Bedingungen bei der medizinischen Versorgung von Kindern in der Region aufmerksam. Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem spielt dabei eine wichtige Rolle für die Familien. Die Einrichtung bietet nicht nur medizinische Behandlung an, sondern auch begleitende Unterstützung für Eltern.

Auch außerhalb des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem begleitet Sozialarbeiterin Lina Rahil (Mitte) Mutter Tasneem (l.) und Vater Abdallah (r.) bei Usamas Behandlung und steht mit Rat und Tat zur Seite. / © KHB/Meinrad Schade (CD)
Auch außerhalb des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem begleitet Sozialarbeiterin Lina Rahil (Mitte) Mutter Tasneem (l.) und Vater Abdallah (r.) bei Usamas Behandlung und steht mit Rat und Tat zur Seite. / © KHB/Meinrad Schade ( CD )

"Jeder hier kennt das Caritas Baby Hospital und weiß, dass es die beste Adresse für kranke Kinder ist“, berichtet Abdallah Jawaadeh, Vater eines Kindes mit Dravet-Syndrom, einer seltenen genetisch bedingten epileptischen Störung des Gehirns. Neben der medikamentösen Behandlung bekommen Familien begleitende Unterstützung und gezielte Verhaltenstherapien für die Kinder. Dabei spielt die Sozialabteilung des Kinderkrankenhauses eine wichtige Rolle. 

Der Zugang zu medizinischer Versorgung für viele Familien bleibt jedoch aufgrund der aktuellen Krisensituation erschwert. Checkpoints, Straßensperren und lange Anfahrtswege führen dazu, dass selbst dringend benötigte Behandlungen mit Aufwand verbunden sind. 

Die Ehefrau von Abdallah Jawaadeh, Tasneem, wünscht sich, dass die Besatzung enden würde. "Denn was mich am meisten schmerzt, ist, dass ich nicht einfach zu einem medizinischen Zentrum gehen kann, wenn mein Kind einen Anfall hat, und ich weiß, dass es daran sterben könnte", so die Mutter. 

Quelle:
CD