Jüdische Initiative beklagt Werteverrat nach Kreuzschändung

Entschuldigung bei Christen weltweit

Prominente jüdische Vertreter haben sich für die Kreuzschändung durch einen israelischen Soldaten entschuldigt. Dieser Akt der Kreuzschändung sei ein Verrat an den jüdischen Werten, schreiben sie in einem offenen Brief.

Symbolbild Rückansicht israelischer Soldaten / © Melnikov Dmitriy (shutterstock)
Symbolbild Rückansicht israelischer Soldaten / © Melnikov Dmitriy ( shutterstock )

Rabbiner und jüdische Persönlichkeiten haben die Schändung eines Kreuzes durch einen israelischen Soldaten im Libanon verurteilt. In einem offenen Brief sprechen sie von einem "abscheulichen Verrat an jüdischen Werten", wie die Zeitung "Times of Israel" am Dienstag berichtete. Unterzeichnet wurde er von rund 150 Personen, unter ihnen der bekannte britisch-israelische Rabbiner David Rosen.

Sie verurteilten die Tat als "Schändung des Namens Gottes" und entschuldigten sich bei Christen weltweit. Initiiert wurde der Brief von der pro-israelischen Gruppe "Israel365 Action", die sich für eine jüdisch-christliche Allianz einsetzt.

Am Sonntag war in Sozialen Medien das Bild eines Mannes in israelischer Armeeuniform erschienen, der im christlichen Dorf Debel im Süden Libanons einer gestürzten Jesusfigur am Kreuz mit einem Spalthammer auf den Kopf schlägt. Die israelische Armee bestätigte die Echtheit des Fotos. Bei dem abgebildeten Soldaten handele es sich um ein Mitglied der Armee. Eine Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) nach den Konsequenzen für den Täter blieb zunächst unbeantwortet.

Kritik der Kirche

Die katholische Kirche in Israel sprach in einer Stellungnahme vom Montag von einer "schweren Beleidigung des christlichen Glaubens". Sie reihe sich ein in weitere gemeldete Vorfälle von Schändungen christlicher Symbole durch israelische Soldaten, so die Versammlung der katholischen Bischöfe des Heiligen Landes.

Quelle:
KNA