Das kulturelle Leben in der Fläche des Landes Brandenburg wäre ohne die rund 2.100 Dorfkirchen kaum denkbar. Das sagte Kulturstaatssekretär Tobias Dünow (SPD) am Mittwoch im Kulturausschuss des Brandenburger Landtags in Potsdam. Die Kirchen engagieren sich ihm zufolge unglaublich für den Erhalt der Gotteshäuser, deren Bestand seit der Wende 1989 kaum abgenommen habe.
Die Kirchengebäude seien dabei immer auch "Dorfgemeinschaftshäuser". Dünow räumte ein, die Bausubstanz sei allerdings oft marode und denkmalgerechte Sanierungen kosteten Geld: "Natürlich sind die Kirchen für ihre Gebäude verantwortlich, aber wir stehen als Ministerium dazu, dass es ohne staatliche Zuwendungen nicht gelingen dürfte, die Kirchen zu erhalten."
Sinkende Fördergelder
Dünow deutete indes Kürzung von Haushaltsmitteln auch beim Denkmalschutz der Kirchen an: "Die finanziellen Ressourcen des Ministeriums werden absehbar nicht steigen. Sie werden sinken." Der Landtag werde noch sehr schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen.
Dünow zufolge gibt es bereits an mehr als 400 Orten Vereinbarungen zwischen Kirchengemeinden und externen Partnern über eine gemeinsame Nutzung von Kirchengebäuden und Beteiligungen an den Kosten. "Ich habe den Eindruck, dass sich insbesondere die evangelische Landeskirche in einem Maß neuen Nutzungskonzepten geöffnet hat, das beeindruckend ist."