Netanjahu nutzt Osterbotschaft zur Rechtfertigung des Krieges

"Nur Israel schützt Christen der Region"

Ostergrüße aus Jerusalem: Israels Ministerpräsident Netanjahu hat Christen seine Wünsche zum Fest bestellt. In seiner Botschaft versicherte er ihnen Schutz und legitimierte den von Israel und den USA geführten Krieg gegen den Iran.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht Ende März während einer Pressekonferenz in Jerusalem  / © Ronen Zvulun/Pool Reuters (dpa)
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht Ende März während einer Pressekonferenz in Jerusalem / © Ronen Zvulun/Pool Reuters ( dpa )

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Christen in aller Welt ein frohes Osterfest gewünscht. In seiner am Sonntag auf Sozialen Medien veröffentlichten Botschaft grüßte er "ausdrücklich die "christlichen Freunde in Israel und den Vereinigten Staaten". 

Netanjahu erinnerte daran, dass weltweit auch Christen verfolgt würden, auch im Mittleren Osten, im Libanon und in Syrien. "Aber in unserer Region verteidigt Israel allein unsere christliche Gemeinschaft, die wächst und gedeiht", so der Ministerpräsident.

Rechtfertigung des Irankriegs

Netanjahu legitimierte vor diesem Hintergrund auch den von Israel und den USA geführten Krieg gegen den Iran. "In diesem Land, in dem die Geschichte begann, während Raketen auf unsere Hauptstadt, die heilige Stadt Jerusalem, abgefeuert werden, und während die USA und Israel standhaft gegen das iranische Regime und seine terroristischen Verbündeten auftreten, setzen wir unseren entschlossenen Einsatz fort, die Religionsfreiheit für alle Glaubensrichtungen zu schützen - besonders in dieser heiligen Zeit."

Verhandlungslösung im Iran-Krieg nicht in Sicht

Raketenangriffe, blockierte Schifffahrtswege und diplomatischer Stillstand: Im Iran-Krieg bleibt eine schnelle Lösung auch nach fünf Wochen in weiter Ferne.

Angesichts des ablaufenden Ultimatums an den Iran hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen und Beleidigungen seiner Forderung nach Öffnung der Straße von Hormus erneut Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. 

Britischer Öltanker "Stena Impero" in der Straße von Hormus / © Uncredited (dpa)
Britischer Öltanker "Stena Impero" in der Straße von Hormus / © Uncredited ( dpa )
Quelle:
KNA