Papst Leo XIV. ruft in Monaco zu Frieden und Barmherzigkeit auf

"Macht viele Menschen mit eurem Glauben glücklich"

Um 9 Uhr war der Papst am Samstag im Fürstentum Monaco gelandet. Nach Ansprachen im Fürstenpalast, vor der katholischen Gemeinschaft und Jugendlichen stand am Ende des Tagestrips eine Stadionmesse mit Tausenden Menschen.

Fürst Albert II. und Fürstin Charlène von Monaco stehen hinter Papst Leo XIV., als er die Menschen begrüßt, am Fenster des Fürstenpalasts in Monaco / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Fürst Albert II. und Fürstin Charlène von Monaco stehen hinter Papst Leo XIV., als er die Menschen begrüßt, am Fenster des Fürstenpalasts in Monaco / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch im Fürstentum Monaco eindringlich für den Frieden in der Welt geworben. "Gewöhnen wir uns nicht an den Lärm der Waffen, an die Bilder des Krieges!", forderte er am Samstag bei einer Stadionmesse vor Tausenden Menschen. Heute würden weltweit so viele Pläne geschmiedet, um Unschuldige zu töten.

Monaco: Papst Leo XIV. kommt im Stade Louis II in Fontvieille an / © Gregorio Borgia (dpa)
Monaco: Papst Leo XIV. kommt im Stade Louis II in Fontvieille an / © Gregorio Borgia ( dpa )

"Wie viele falsche Gründe werden vorgebracht, um sie aus dem Weg zu räumen!", so der Papst. Doch der Hartnäckigkeit des Bösen stehe die ewige Gerechtigkeit Gottes gegenüber, die neues Leben schenke.

"Frieden ist nicht bloß ein Kräftegleichgewicht, sondern das Werk gereinigter Herzen, von Menschen, die im anderen einen Bruder und eine Schwester sehen, die es zu behüten gilt, nicht einen Feind, der vernichtet werden muss", sagte Leo XIV. bei der Messe im Stade Louis II.

Gegen falsche Götzen Gier und Eitelkeit

Unter den Anwesenden waren auch Fürst Albert II. und Fürstin Charlène mit ihren Kindern Gabriella und Jacques sowie weitere Mitglieder der Familie Grimaldi. Albert hatte den Papst im Januar bei einer Audienz im Vatikan ins zweitkleinste Land der Welt eingeladen, wo der Katholizismus Staatsreligion ist. Etwa 80 Prozent der rund 38.500 Einwohner des sehr wohlhabenden und multikulturellen Landes sind katholisch.

Prinzessin Gabriella (l-r), Fürstin Charlene, Fürst Albert II. und Erbprinz Jacques stehen mit Papst Leo XIV. (M) zusammen für ein offizielles Foto im Fürstenpalast während des eintägigen Pastoralbesuchs von Leo XIV. im Fürstentum Monaco / © Guglielmo Mangiapane/Reuters Pool/AP (dpa)
Prinzessin Gabriella (l-r), Fürstin Charlene, Fürst Albert II. und Erbprinz Jacques stehen mit Papst Leo XIV. (M) zusammen für ein offizielles Foto im Fürstenpalast während des eintägigen Pastoralbesuchs von Leo XIV. im Fürstentum Monaco / © Guglielmo Mangiapane/Reuters Pool/AP ( dpa )

Weiter rief der Papst dazu auf, sich von "Götzen" zu befreien: "vom Reichtum, der zur Gier verkommen ist, von der Schönheit, die zur Eitelkeit verzerrt wurde". Stattdessen sei es die Barmherzigkeit, die die Welt erlöse. Die Kirche in Monaco sei berufen, Zeugnis abzulegen, indem sie in Frieden und in Gottes Segen lebe. "Darum, meine Lieben, macht viele Menschen mit eurem Glauben glücklich, indem ihr die echte Freude zeigt, die man nicht durch eine Wette gewinnt, sondern in Liebe mit anderen teilt."

Schutz für Alte, Kranke, Ungeborene

Quelle dieser Freude sei die Liebe Gottes für das ungeborene und hilfsbedürftige Leben, das es stets anzunehmen und zu umsorgen gelte; die Liebe zum jungen und zum alten Leben, das in den Prüfungen jedes Alters gefördert werden müsse; die Liebe zum gesunden und zum kranken Leben, das manchmal einsam sei und immer fürsorglichen Beistands bedürfe.

Die Muttergottes als Patronin Monacos möge den Monegassen helfen, "ein Ort zu sein, an dem die Kleinen und Armen Annahme und Achtung ihrer Würde erfahren, ein Ort ganzheitlicher und inklusiver Entwicklung", so der Papst in seiner auf Französisch gehaltenen Predigt.

Zuvor hatte er eine ausgiebige Stadionrunde im offenen Golfcart gedreht und die Menschen begrüßt. Die Messe in dem Sportstadion war der Höhepunkt des päpstlichen Tagesausflugs ins Fürstentum. Gegen 17.30 Uhr sollte er seinen Helikopterrückflug in den Vatikan antreten, wo er gegen 19.45 Uhr landen soll. Am nächsten Tag beginnen mit dem Palmsonntag die Feierlichkeiten zur Karwoche, die für Leo XIV. zahlreiche Termine bereithalten.

Programm der Tagesreise von Papst Leo XIV. nach Monaco

Zu den Reisezielen von Leo XIV. in diesem Jahr zählen Zentral- und Nordafrika, Spanien sowie Neapel, Pompeji, Assisi und Lampedusa. Als erstes besucht er kurz vor Ostern den zweitkleinsten Staat der Welt.

Papst Leo XIV. reist am Samstag, den 28. März, für einen Tag ins Fürstentum Monaco. Die Katholische Nachrichten-Agentur
(KNA) dokumentiert das am Montag vom Vatikan auf Italienisch und Französisch veröffentlichte Reiseprogramm in eigener Übersetzung.

Apostolische Reise Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. in das Fürstentum Monaco (28. März 2026)

Papst Leo XIV. vor Abflug am Flughafen in Beirut / © Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. vor Abflug am Flughafen in Beirut / © Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA