ARD-Programmdirektorin sieht Weltkirche als "Symbol der Hoffnung"

Christliche Perspektive im ÖRR

Auch künftig sollen religiöse Formate im Ersten einen Platz haben, so Programmchefin Christine Strobl. Und das "nicht nur, weil der Gesetzgeber das rechtlich verbindlich für die sogenannten Verkündigungssendungen festgeschrieben hat".

Symbolbild Fernsehen, Fernbedienung / © Rawpixel.com (shutterstock)
Symbolbild Fernsehen, Fernbedienung / © Rawpixel.com ( shutterstock )

Christine Strobl (54), seit fünf Jahren Programmdirektorin der ARD, sieht Gottesdienst-Übertragungen oder das "Wort zum Sonntag" weiterhin gefragt. 

"Die Weltkirche ist gerade in diesen kriegerischen Zeiten ein besonderes Symbol der Hoffnung", sagte Strobl in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Was diese Sendungen leisten könnten, zeige sich besonders "in Momenten großer Verunsicherung, etwa angesichts von Kriegen oder Terroranschlägen".

Christine Strobl, ARD-Programmdirektorin / © Christoph Soeder (dpa)
Christine Strobl, ARD-Programmdirektorin / © Christoph Soeder ( dpa )

In solchen Situationen sei es wichtig, tagesaktuell zu bleiben und auch kurzfristig Themen aufzugreifen, "die suchenden Menschen helfen, Worte zu finden, die einordnen, trösten und Hoffnung geben", erklärte die Medienmanagerin. Auch darüber hinaus sei eine christliche Perspektive im öffentlich-rechtlichen Raum wichtig – "gerade in einer zunehmend säkularen und zugleich fragmentierten Gesellschaft".

Das "Wort zum Sonntag" sei dafür das beste Beispiel: "Jeden Samstag nach den 'tagesthemen' werden hier Gedanken aus dem Alltag aufgegriffen und dazu eingeladen, das, was Menschen bewegt, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dabei spendet die Sendung Mut und Hoffnung – und leistet im besten Sinne des Wortes auch Lebenshilfe", so Strobl.

"Holy Days"-Reihe zu Ostern

Zu Ostern solle die Reihe "Holy Days" nun "die Gedanken und Hintergründe der christlichen Feiertage stärker ins Programm und damit ins Bewusstsein unserer Zuschauerschaft" rücken. Dies sei zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Weihnachten ebenfalls geplant.

In diesem Programmbereich müsse das Erste "noch eine relevante digitale Antwort finden, um die Lebenshilfe, die Kirche und Religion leisten, gerade auch jüngeren Zielgruppen anbieten zu können", räumte die Programmdirektorin ein. "In Zeiten von wachsendem Populismus, Falschinformationen und Hasskommentaren im Netz ist es besonders wichtig, hier eine verlässliche Anlaufstelle zu sein. Dieser Verantwortung wollen wir uns bewusst stellen".

Quelle:
KNA