"Hoffnung säen" wollen die deutschen Bischöfe mit ihrer jährlichen Aktion zur Unterstützung von Christen in Israel und Palästina.
In ihrem am Dienstag von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) verschickten Aufruf zur Palmsonntagskollekte schreiben sie: "Die andauernde Gewalt im Nahen Osten fordert nicht nur zahllose Menschenleben. Sie reißt auch die ohnehin tiefen gesellschaftlichen Gräben immer weiter auf." Die politische Realität scheine die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung erstickt zu haben.
In den katholischen Gottesdiensten am Palmsonntag (29. März) sammeln Kirchengemeinden in Deutschland Geld für die Christen in der Region. Das leistet laut DBK einen Beitrag zur Hoffnung "inmitten von Resignation und Polarisierung". Denn es gebe Juden, Christen und Muslime, die an der Vision eines friedlichen Miteinanders festhielten. Mit dem Geld sollen Projekte und Initiativen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und der Franziskaner in Israel und dem Westjordanland unterstützt, die sich in der Dialog- und Versöhnungsarbeit engagieren.
Zeugen der Hoffnung in der Dunkelheit
Der Augsburger Bischof Bertram Meier bat um ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen im Nahen Osten und sagte: "Unsere Schwestern und Brüder in dieser Weltgegend brauchen heute mehr denn je unser Gebet und unsere Unterstützung." Mit den Worten von Papst Leo XIV. bezeichnete der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der DBK den aktuellen Konflikt als "Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie" und "Schrei im Angesicht Gottes".
Auch der Vatikan ruft zur weltweit an unterschiedlichen Daten abgehaltenen Kollekte für die Christen in Israel und Palästina auf. Im vatikanischen Aufruf heißt es, viele Menschen im Nahen Osten hätten durch Krieg, Gewalt und das Ausbleiben der Pilger alles verloren. Gerade die Christen, die trotz schwierigster Umstände vor Ort blieben, seien inmitten der Dunkelheit Zeugen der Hoffnung.