Kölner Oberbürgermeister tritt wieder in evangelische Kirche ein

"Wertegerüst" für politische Entscheidungen

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester ist wieder in die evangelische Kirche eingetreten. Er spricht von einem nötigen Wertegerüst für politische Entscheidungen und äußert sich auch zur geplanten Dom-Eintrittsregelung.

Torsten Burmester / © Oliver Berg (dpa)
Torsten Burmester / © Oliver Berg ( dpa )

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester ist wieder in die evangelische Kirche eingetreten. Wie der SPD-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitagsausgabe) sagte, habe er diesen Schritt nach rund drei Jahren innerer Auseinandersetzung Anfang des Jahres vollzogen.

In jungen Jahren sei er aus der Kirche ausgetreten, nachdem er Probleme mit ihr gehabt habe. Die Erfahrungen im Gemeindeleben der vergangenen Jahre hätten jedoch ein Umdenken ausgelöst und zu einer erneuten Annäherung geführt. Auch Gespräche mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, hätten ihn bestärkt, ein "positives Zeichen" zu setzen.

Als Politiker brauche er "ein stabiles Wertegerüst, auf das ich meine Entscheidungen stütze", erläuterte Burmester. Im Laufe der Zeit habe er zunehmend Übereinstimmungen mit der Kirche festgestellt. Zudem nehme er wahr, "wie viel Gutes sie tut", und schätze die persönliche Reflexion im Gottesdienst.

Eintritt für touristischen Dombesuch "gerechtfertigt"

Den geplanten Eintritt für touristische Besuche in den Kölner Dom hält Burmester für "gerechtfertigt". Gleichzeitig verwies er auf den Spannungsbogen zwischen der offenen Zugänglichkeit von Kirchen und den steigenden Kosten für den Erhalt des Weltkulturerbes.

Das Domkapitel hatte Anfang März angekündigt, ab der zweiten Jahreshälfte Eintritt für touristische Besuche zu erheben. Für Gottesdienstbesucher und Betende soll der Zugang weiterhin kostenfrei bleiben. Ein konkretes Modell sowie die Höhe eines möglichen Eintrittspreises stehen bisher nicht fest.

Quelle:

Die domradio- und Medienstiftung

Unterstützen Sie lebendigen katholischen Journalismus!

Mit Ihrer Spende können wir christlichen Werten eine Stimme geben, damit sie auch in einer säkulareren Gesellschaft gehört werden können. Neben journalistischen Projekten fördern wir Gottesdienstübertragungen und bauen über unsere Kanäle eine christliche Community auf. Unterstützen Sie DOMRADIO.DE und helfen Sie uns, hochwertigen und lebendigen katholischen Journalismus für alle zugänglich zu machen!

Hier geht es zur Stiftung!