CDU-Politiker Haseloff beklagt sinkenden Einfluss des Christentums

"Christliches in die Gesellschaft tragen"

Nach den Worten des ehemaligen Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff, kommen christliche Themen immer seltener in gesellschaftlichen Debatten an. Nur wichtige politische Entscheidungsträger könnten das ändern.

Reiner Haseloff / © Klaus-Dietmar Gabbert (dpa)
Reiner Haseloff / © Klaus-Dietmar Gabbert ( dpa )

"Die einzige Möglichkeit, noch etwas Christliches in die Gesellschaft zu tragen, ist über große Entscheidungsträger", sagte Reiner Haseloff (CDU) am Freitag in Berlin bei einer Veranstaltung zur Politischen Gestaltungskraft der Religion in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mitveranstalter war das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

"Das Bekenntnis der politischen Eliten ist entscheidend"

"Das Bekenntnis der politischen Eliten ist entscheidend dafür, ob das Christliche noch relevant ist", sagte er weiter. Die Relevanz von Kirche habe stark abgenommen. Wenn er sich an Talksendungen aus vergangenen Jahrzehnten erinnere, sei damals die Kirche noch gefragt gewesen. Das finde man heute nicht mehr.

Dabei berührten viele Debatten auch christliche Themen wie etwa das Thema Bürgergeld. Ein Grundsatz für alle Arbeitsfähigen sei: Wer nicht arbeite, solle auch nicht essen. "Wenn sich Leute alimentieren lassen, ist das zutiefst unchristlich."

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist das höchste repräsentative Gremium des deutschen Laien-Katholizismus. Es vertritt die katholischen Laien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und ist das von der Bischofskonferenz anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienengagements in der Kirche. Allerdings melden sich immer wieder auch einige katholische Laien und Vereinigungen zu Wort, die das ZdK nicht als ihre Vertretung verstehen.

Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)  / © Harald Oppitz (KNA)
Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA