Die Fastenzeit mit sinnvollen Dingen füllen

Morgenimpuls mit Vanessa Grbavac

Zeit - Zeitgeist – Zeitverlust – Zeit verschwenden – Zeit verlieren – Zeit haben – Zeit verschenken – Gute, alte Zeit – Nimm dir Zeit und nicht das Leben – sagt meine Mutter oft.  

Jetzt auch noch Fastenzeit… Es ist doch eh schon eine schwere und unfassbare Zeit … oder geht’s es uns wirklich zu gut? Immerhin wird ja seit längerem darüber geklagt, dass alle nur noch Teilzeit arbeiten wollen, zu wenig arbeiten oder eben zu viel krank sind. Mit den jungen Menschen heute gewinne man eben keinen Krieg mehr.  

Kommt da die Fastenzeit nicht zur rechten Zeit? Ist Fasten nicht bewusstes Verzichten und die Zeit der Entbehrungen, um wieder Kraft zu tanken?  

Die Arten zu fasten, werden zahlreicher und immer modernen. Entgiftungskur, Achtsamkeitsübungen, Mediation und Me-Time. Alles nicht mehr peinlich, sondern für die work-life-Balance sogar wichtiger. Nicht nur Burnout, sondern Burnon gegen das Burnout. Aber was dann? - Alles entgiftet, entleert und entlastet.  

Fasten bedeutet aber dann diese Leere nicht einfach so hinzunehmen. Das wäre doch auch ein trauriges Ziel. Ein leeres Gefäß zu sein. Fasten bedeutet für mich, leer werden, um sich dann mit den Dingen zu fülle, die wirklich guttun, die wirklich wertvoll sind. Die Dinge zu finden, die mehr sind als wir selbst. Damit wir nicht immer um uns selbst drehen.  

Dinge, die uns unbedingt angehen, die uns wirklich bewegen und eine Begegnung mit dem ermöglichen, was Gott im Christentum ist. Liebe, Leben und Wahrheit. Und ganz besonders eben auch Frieden! Den wir gerade so sehr ersehnen.

Der DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.  

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