Im Podcast "Blick in die Bibel" stellt sich in dieser Woche Pfarrer Eckhard Schmid aus Weingarten vor. Seit 17 Jahren leitet er die Seelsorge in der berühmten Basilika, wo Wallfahrt, Tourismus und spirituelle Angebote zusammenkommen. Früher war das Kloster noch aktiv, heute gestaltet er das geistliche Leben neu – auch mit kreativen Formaten nach Corona.
Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium bringen Pharisäer Jesus eine Ehebrecherin: "Soll sie gesteinigt werden?" Jesus antwortet: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Ekkehard Schmidt erklärt, dass es damals um klare Abstammung und Besitzrechte ging. Doch Jesus lenkt den Blick auf die eigene Schuld und schenkt der Frau eine neue Chance.
Hört rein, um zu verstehen, warum wir oft zu schnell über andere urteilen – und wie Jesus uns zum Umdenken bringt!
Aus dem Johannesevangelium:
In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen.
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten.
Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr! (Joh 8,1-11)
(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)