Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat in der Kapitelsmesse im Kölner Dom am Montag der dritten Fastenwoche über das Wort Jesu gesprochen: „Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt“. Er erläuterte, dass Jesus in seiner eigenen Umgebung zunächst akzeptiert worden sei, solange er „einer von ihnen“ gewesen sei. Doch als Jesus deutlich machte, dass er „zu ihnen gesandt“ und mehr als nur ein Mitbürger sei, sei die Ablehnung gewachsen.
Darin liege eine Gefahr auch für Christen heute. Schwaderlapp betonte, Gläubige müssten offen bleiben für Jesus in seiner ganzen Wirklichkeit als Mensch und Sohn Gottes. Seine Worte könnten herausfordern und irritieren, doch „Jesus ist nicht wahnsinnig, er ist Gottes Sohn“. Deshalb gelte es, seine Botschaft auch dann anzunehmen, wenn sie unbequem erscheine.
Zugleich hat der Weihbischof zu Offenheit für das Unerwartete aufgerufen. Gott handle oft anders als nach menschlichen Plänen und begegne Menschen in überraschenden Situationen des Alltags. Schließlich brauche es auch die Bereitschaft, Gottes Zuwendung anzunehmen. „Der beste Arzt kann nicht heilen, wenn der Patient nicht akzeptiert, dass er Patient ist“, erklärte er. Christen müssten anerkennen, dass sie Christus brauchen: „Wir können ohne dich nicht leben, Herr.“