Die Düsseldorfer Obdachlosen-Zeitung "fiftyfifty" schlägt Alarm, weil zu viele Menschen den Verkäufern lediglich etwas Geld zustecken und nichts zu lesen haben wollen. "Auf diese Weise geht 'fiftyfifty' kaputt", erklärte die Initiative am Dienstag.
"Im Januar lag die verkaufte Auflage mit nur 12.000 Exemplaren so niedrig wie nie." Werde weiterhin so wenig abgesetzt, müsse man "fiftyfifty" irgendwann einstellen: "Bitte kaufen Sie die Zeitung. Nehmen Sie sie mit, lesen Sie sie."
Die "fiftyfifty"-Verkäuferin Sandra wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: "Leute, nehmt das Heft bitte einmal im Monat. Beim zweiten Mal könnt ihr ja gerne spenden. Die Zeitung ist unser Schutz, unsere Hilfe, wir brauchen sie."
Projekte wie "Housing First" oder tiermedizinische Hilfe für Straßenhunde würden dadurch aufrechterhalten, hieß es. Das Projekt gibt es seit 1995 als gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Obdachlosen im Raum Düsseldorf. Die Straßenzeitung kostet 2,80 Euro, die Hälfte geht an die obdachlosen Menschen, die sie verkaufen.