Denk mal positiv!

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Mir geht es wie manchen Menschen: Ich habe zwischendurch ein schlechtes Gedächtnis. Und dann habe ich Tricks, wie ich trotzdem bei den Dingen bleiben kann, die mir wichtig sind. So liegt zum Beispiel auf meinem Schreibtisch ein Zettel. Darauf steht: 

40 Tage Fastenzeit – nicht jammern – nicht meckern – nicht kritisieren – nicht ablehnen – nicht verletzen – nicht lästern - nicht verurteilen – DENK MAL POSITIV. 
Ich hatte das irgendwo abgeschrieben, weil es mir sehr zugesagt hat. Und jetzt fällt mir ein: ein Viertel der Zeit ist schon vorbei – was ist jetzt mit diesen Sätzen, die mich so angesprochen haben? 

Das ist ja schon mal die Crux mit den Vorsätzen: man fasst sie ziemlich hochgemut und hat guten Willen, dann kommt das Alltagschaos oder das tägliche Einerlei und plötzlich ist schon eine ziemliche Zeit vorbei und ich habe nicht dran gedacht. Der Vorteil der Fastenzeit ist, dass es ein gut überschaubarer Zeitraum ist: 7 Wochen, geht doch eigentlich. Und manchmal hilft dann eine Zusage und Ermutigung. 

So wie sie in der heutigen Lesung steht aus dem ersten Buch der Könige. „Wir sind ja Dein Volk Herr, und dein Eigentum. Du hast uns unter allen Völkern als Dein Eigentum ausgewählt“ Geht noch mehr?

Wir sind gemeint, wir sind Gottes Eigentum, von ihm ausgewählt. Da fällt mir vieles leichter: ich muss nicht alles leisten, ich muss nicht alles allein schaffen, ich kann jeden Tag neu anfangen. Es immer neu probieren.

Und dann hilft mir zum Beispiel, wenn ich nicht denken muss: Das nicht, das nicht und das auch nicht. Sondern auf meinem Zettel lesen kann: Denk mal positiv. 

Also: Du darfst, Du kannst, Du hast die Möglichkeit, Du willst doch. 

Das geht leichter. Denk mal positiv.

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