Zwei Schulleiter aus dem Erzbistum Köln erhalten Lehrkräftepreis

Lernen neu denken

Carsten Arntz und Kathrin Wichmann vom Erzbischöflichen Berufskolleg Köln zeigen, wie man eine Schule mit Verantwortung, Vertrauen und Freiräumen leiten kann. Dafür sind sie mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet worden.

Carsten Arntz und Kathrin Wichmann leiten das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln.  / © Greger Hennecke (privat)
Carsten Arntz und Kathrin Wichmann leiten das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln. / © Greger Hennecke ( privat )

"Nicht Unterricht, sondern Lernen" - so beschreibt Kathrin Wichmann den gemeinsamen Ansatz der Schulleitung am Erzbischöflichen Berufskolleg Köln. Als Doppelspitze leitet sie gemeinsam mit Carsten Arntz das Berufskolleg. Sie wollen Lernen neu und weiter denken, sagt Wichmann im Gespräch mit DOMRADIO.DE. Gemeinsam habe man sich auf den Begriff des "verantworteten Lernens" verständigt. Ziel sei es, Verantwortung als Leitprinzip im Schulalltag zu verankern. 

Kathrin Wichmann, Stellvertretende Schulleiterin "Erzbischöfliches Berufskolleg Köln"

"Wir versuchen wirklich das Lernen von Grund auf neu und weiter zu denken."

 


Angebote und Werte am Berufskolleg

Das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln bildet junge Menschen vor allem in sozialen und gesundheitlichen Berufsfeldern aus. Angeboten werden unter anderem Bildungsgänge im Sozial- und Gesundheitswesen sowie die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher.

Carsten Arntz, Schulleiter "Erzbischöfliches Berufskolleg Köln"

"Wer, wenn nicht wir, kann christliche Werte so vorleben?"

Als katholische Schule sehe man den Menschen mit seinen individuellen Begabungen im Mittelpunkt, betont Arntz. "Wer, wenn nicht wir, kann christliche Werte so vorleben?" Manche Schülerinnen und Schüler seien auch schon etwas älter, wenn sie im Erzbischöflichen Berufskolleg Köln das erste Mal mit den christlichen Werten in Berührung kommen. "Wir verstehen uns als Begleiter, gehen in Beziehung mit der Schülerschaft und schaffen Strukturen für die Zukunft der kommenden Generationen“, sagt Arntz.

 © Alexander Foxius (DR)
© Alexander Foxius ( DR )

Vertrauen und Freiräume

Veränderung könne dabei nicht "von oben herab" verordnet werden, betont Arntz. Auch mit Blick auf die wachsende Belastung vieler Lehrkräfte sei dieser Ansatz wichtig. Motivation entstehe dort, wo Lehrkräfte Freiräume hätten und ihnen etwas zugetraut werde. "Das steigert die intrinsische Motivation und sorgt dafür, dass kein Burnout passiert." Entscheidend sei eine Kultur des Vertrauens, in der Verantwortung geteilt und Gestaltung ermöglicht werden. Jede und jeder bringe eigene Stärken ein, sagt Arntz. 

Das Preisgeld für den dritten Preis des Deutschen Lehrkräftepreises beträgt 1.000 Euro. Gemeinsam mit dem Kollegium wollen Arntz und Wichmann überlegen, wie es dem Lernen und der Lernvision der Schule zugutekommt. Insgesamt gingen vier der 18 bundesweiten Auszeichnungen nach Nordrhein-Westfalen. Ausgezeichnet wurden Lehrkräfte, Teams und Schulleitungen aus zehn Bundesländern.

Quelle:
DR

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