Im Kölner Dom sprach Domdechant Robert Kleine in seiner Predigt davon, dass Umkehr nicht immer Scheitern sei, sondern oft hilfreich und notwendig. Wer bereit sei, umzukehren, könne neue Wege zum Leben finden.
Er erklärte dies anhand der Jona-Geschichte: Gott erteilt Jona den Auftrag, die Stadt Ninive zu warnen: "Noch 40 Tage, und Ninive ist zerstört." Jona will aber nicht nach Ninive gehen, weil er weiß, dass er Ärger bekommen würde. Stattdessen läuft Jona weg. Er will mit einem Schiff weit wegfahren, wird aber über Bord geworfen und von einem großen Fisch verschluckt. Gott erteilt ihm erneut den Auftrag: "Lauf nicht weg, tu es jetzt, geh' nach Ninive". Die Bewohner Ninives zeigen Einsicht, kehren um und werden gerettet - sogar Gott "kehrt um" und verschont die Stadt.
Kleine hob hervor, dass die Geschichte zeige, dass niemand unveränderlich sei und dass Rettung möglich ist, wenn man auf Gott vertraut. Er betonte, dass Gottes Liebe größer als sein Zorn sei. Jesus übertrage dies auf sich selbst: Viele erkennen nicht, wer er ist, und kehren nicht um, obwohl er die Botschaft der Liebe bringe.