Der vatikanische Kurienerzbischof Filippo Iannone hat die anhaltende Aktualität des Zweiten Vatikanischen Konzils betont. Die Konzilsdokumente seien keineswegs überholt, sondern zeigten bei erneuter Lektüre ihre bleibende Relevanz, schreibt Iannone, der die Vatikanbehörde für Bischöfe leitet, eine Art Personalabteilung der Weltkirche.
Der Behördenleiter äußerte sich in seiner weiteren Eigenschaft als Präsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika mit einer Botschaft zum bevorstehenden Tag der Hispanität am 1. März. Sehr wahrscheinlich sei der Mangel an Umkehr die Hauptursache dafür, dass es noch immer Themen gebe, die einer tieferen und gemeinschaftlichen Aneignung bedürfen, so der Kurienerzbischof. Dies gelte vor allem für die Synodalität.
Der von Papst Franziskus angestoßene synodale Erneuerungsprozess sei Ausdruck der Treue zum Evangelium und zur Lehre von der Kirche der Konstitution Lumen gentium. Er werde von Papst Leo XIV. fortgeführt, so Iannone. Im Mittelpunkt stehe dabei ein dynamisches Verständnis der Kirche als Volk Gottes auf dem Weg durch die Geschichte sowie die Vertiefung der gemeinsamen Taufidentität.