Bayerns Innenminister wirbt für Dialog der Religionen

"Zusammen Bräuche teilen"

Beim Fastenbrechen einer Islamischen Gemeinde bei München wirbt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für mehr Austausch der Religionen. Gemeinsam Bräuche zu teilen sei eine starke Brücke für Demokratie und Toleranz.

Muslime beim Fastenbrechen / © Odua Images (shutterstock)
Muslime beim Fastenbrechen / © Odua Images ( shutterstock )

Die Demokratie braucht ein gelingendes Miteinander in religiösen Fragen: Davon zeigt sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) überzeugt. Fehlendes Wissen über andere mache empfänglich für Intoleranz, Vorbehalte und Hetze, sagte Herrmann laut Mitteilung seines Ministeriums am Sonntag. Er äußerte sich demnach beim gemeinsamen Fastenbrechen der Islamischen Gemeinde Penzberg südlich von München. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU. / © Pia Bayer (dpa)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU. / © Pia Bayer ( dpa )

"Nur im Dialog miteinander können wir Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Menschen fördern", so Herrmann. "Zusammen Bräuche zu teilen, aufeinander zuzugehen und Gemeinschaft bewusst zu leben, das sind die stärksten Brücken, die wir bauen können." 

Die Weltreligionen stünden für Frieden, Nächstenliebe und Achtung der Menschenwürde. "Wir müssen mit vereinten Kräften für eine Gesellschaft arbeiten, in der die unterschiedlichen Religionen dazu in Geschwisterlichkeit und gegenseitigem Respekt ihren Beitrag leisten."

Fastenzeit und Ramadan

Fasten, beten, innehalten - in diesem Jahr überschneiden sich christliche und muslimische Fastenzeit. Was beide Traditionen verbindet und unterscheidet.

Die Fastenzeit und der Ramadan beginnen im Jahr 2026 fast gleichzeitig. Beide Religionen, das Christentum und der Islam, teilen die Idee einer Zeit des Fastens, in der der Mensch innehält, dem Glauben mehr Raum gibt und versucht, sich von Äußerlichkeiten freizumachen.

Heute Abend beginnt für die Muslime der Ramadan / © Fredrik von Erichsen (dpa)
Heute Abend beginnt für die Muslime der Ramadan / © Fredrik von Erichsen ( dpa )
Quelle:
KNA