Reportage

Christen und Muslime senden Grußbotschaften zum Ramadan

Christen und Muslime in Deutschland würdigen den nahezu zeitgleichen Beginn von Ramadan und christlicher Fastenzeit. Führende Vertreter beider Religionen betonen Gemeinsamkeiten und den gemeinsamen Einsatz für Frieden und Zusammenhalt.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sprach von einem "schönen Zeichen". Die zeitliche Nähe lade dazu ein, bewusst wahrzunehmen, was Christentum und Islam verbinde. Wer bete und faste, öffne Herz und Verstand für das Leid anderer – Religion könne so eine Ressource für den Frieden sein. Zugleich rief Bätzing dazu auf, jeder Form von Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

Auch der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland betont, der Fastenmonat erinnere daran, angesichts sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen nicht wegzusehen, sondern durch Spenden, Engagement und Barmherzigkeit zu helfen.

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer würdigte den Ramadan als Zeit des lebendigen Miteinanders. Begegnungen beim Fastenbrechen stärkten Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in angespannten Zeiten brauche es Brücken des Dialogs und der Solidarität.

Ramadan und christliche Fastenzeit stehen in beiden Religionen für Gebet, Verzicht und die Suche nach größerer Nähe zu Gott – und in diesem Jahr auch für ein sichtbares Zeichen gemeinsamer Verantwortung in der Gesellschaft.