Papst beginnt personelle Erneuerung seines Kommunikationsapparats

36-jährige Ordensfrau an der Spitze

Eigentlich hat der Papst keinen Sprecher. Doch der Leiter des vatikanischen Presseamts übernimmt faktisch diese Funktion. Nun hat Papst Leo XIV. die Nummer zwei im Presseamt ausgetauscht. Ein weiterer Wechsel steht bevor.

Blick auf den Petersdom / © Fabio Frustraci (dpa)
Blick auf den Petersdom / © Fabio Frustraci ( dpa )

Die kroatische Ordensfrau Nina Benedikta Krapic (36) ist neue stellvertretende Leiterin des vatikanischen Presseamts. Dies teilte der Vatikan am Freitag mit. Sie folgt auf die aus Brasilien stammende Cristiane Murray (64), die am Freitag bei Papst Leo XIV. ihren Abschiedsbesuch machte.

Murray war als gelernte Radiojournalistin und Mutter von zwei Kindern unter Papst Franziskus das weibliche Gesicht der vatikanischen Kommunikation. Der Argentinier ernannte sie 2019 zur Vizedirektorin des Presseamts und damit faktisch zu seiner stellvertretenden Pressesprecherin. Vor allem bei international besetzten Pressekonferenzen im Umfeld der Weltsynode 2023 und 2024 trat die polyglotte Murray oft als Kommunikatorin auf.

Studierte Juristin

Die neue Vizedirektorin Krapic stammt aus dem Erzbistum Rijeka und ist studierte Juristin. Bevor sie 2023 in die Kommunikationsabteilung des Vatikans wechselte, machte sie Öffentlichkeitsarbeit für die Caritas in ihrem Heimatbistum. Derzeit promoviert sie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Sozialwissenschaften.

Beobachter erwarten in den nächsten Monaten weitere Neubesetzungen im vatikanischen Medienapparat. Die wichtigste betrifft die Nachfolge für den Präfekten des Kommunikations-Dikasteriums, Paolo Ruffini. Er wird in diesem Jahr 70 und erreicht damit die vatikanische Altersgrenze für Nichtgeweihte.

Quelle:
KNA