In seiner Predigt legt Domkapitular Markus Bosbach dar, dass Jesus die Jünger nicht allein sendet, sondern zu zweit. Und darin liege bereits die Botschaft: Glaube entstehe nicht zuerst aus Ideen, sondern aus Beziehung – "Der Glaube ist nicht zuerst das Fürwahrhalten von Theorien, sondern das Leben in der Gemeinschaft, die Christus uns schenkt".
Domkapitular Bosbach erklärt, man könne allein nur die eigene Meinung bezeugen, zu zweit aber Glauben teilen und empfangen. Indirekt betont er, wie sehr ihn Menschen stärken, deren Glaube oft lebendiger sei als seiner. Außerdem erinnere die Sendung "mittellos" daran, dass Ausstattung nicht entscheidend sei; wichtiger sei die Abhängigkeit von denen, zu denen man gesandt ist.
Diese öffne für Gastfreundschaft und Zuneigung und mache Kirche konkret. Schließlich gelte das nicht nur für Priester, sondern für alle: Jede und jeder sei zum Zeugnis gesandt, damit Glaube heilsam werde und befreie.