Im Kölner Dom hat Kardinal Woelki das Pontifikalamt zu Darstellung des Herrn gefeiert. In seiner Predigt deutet er das Fest Darstellung des Herrn als ein "drittes Weihnachten", an dem das Licht der Geburt Christi noch einmal aufscheint.
Der Erzbischof erklärt, Maria und Josef hätten Jesus im Tempel Gott geweiht und damit das Gesetz erfüllt. Entscheidend sei jedoch die Begegnung mit Simeon und Hanna, die stellvertretend für alle Völker Jesus erkennen. Simeon sehe in dem Kind durch den Heiligen Geist den lange ersehnten Erlöser und bekenne: "Meine Augen haben das Heil gesehen".
Zugleich macht Woelki deutlich, dass mit diesem Licht erstmals auch Schatten sichtbar werden: Simeon kündige Leid, Widerspruch und das kommende Kreuz an. Dennoch bleibe Christus das Licht, das Orientierung, Trost und Hoffnung schenke – besonders in dunklen Zeiten. Wer sich ihm öffne, so Woelki, in dem beginne die Welt heil zu werden. Das Fest lade ein, Christus als "Licht der Welt" neu aufzunehmen und ihn im eigenen Leben Gestalt gewinnen zu lassen.