Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat im Pontifikalamt zum Fest Darstellung des Herrn im Kölner Dom die Darstellung Jesu im Tempel als ein zentrales Glaubens- und Hoffnungszeichen gedeutet. Vierzig Tage nach Weihnachten leuchte noch einmal das Licht der Menschwerdung Gottes auf, zugleich aber zeigten sich bereits die Schatten des Leidens, betonte er.
Im Mittelpunkt der Predigt stand die biblische Begegnung des Jesuskindes mit den greisen Simeon und Hanna. In ihnen erkenne sich die Sehnsucht der Menschen aller Völker nach Erlösung wieder, so der Kölner Erzbischof. Simeons Lobgesang mache deutlich, dass Christus das "Licht der Welt" sei, das Orientierung schenke und Hoffnung wecke – gerade in Zeiten von Dunkelheit, Trauer und Verunsicherung.
Zugleich erinnerte Woelki daran, dass zu diesem Licht auch das Leiden gehöre. Die Ankündigung des Schmerzes für Maria verweise bereits auf Karfreitag. Dennoch bleibe die Botschaft von Lichtmess eine Einladung, Christus im eigenen Leben Raum zu geben, damit Gottes heilendes Licht die Welt und die Herzen der Menschen erneuern könne.