Domkapitular Dominik Meiering erinnerte an den heute wenig bekannten heiligen Aquilinus, der um das Jahr 970 geboren wurde und als Dompropst am Vorgängerdom des Kölner Domes wirkte.
Aquilinus sei ein frommer, bescheidener und geistlich geprägter Mensch gewesen, der hohe Ämter bewusst abgelehnt habe, um seinem Weg treu zu bleiben. Trotz mehrfacher Vorschläge, ihn zum Bischof zu erheben, habe er sich für ein Leben des Dienstes und der Verkündigung entschieden.
In Paris, Pavia und schließlich Mailand habe er mutig gegen Irrlehren gepredigt und sich damit Feindschaft zugezogen. Sein Tod wird als Martyrium gedeutet: Auf dem Weg zum Gebet sei er ermordet worden. Meiering hob Aquilinus als Zeugen eines demütigen, konsequenten Glaubens hervor, der daran erinnere, dass Heiligkeit auch im Verborgenen und mitten im kirchlichen Alltag wachsen könne:
"Nicht dadurch, dass wir besonders heilig gelebt hätten, sondern dadurch, dass wir glauben an das Heil, das Gott uns schenken will."