Rechtsberater weist Vorwurf gegen Helferin aus Goldenstein zurück

"Aus der Luft gegriffen"

Der Rechtsberater der Goldenstein-Nonnen weist Vorwürfe der Veruntreuung scharf zurück. Anschuldigungen gegen Helfer seien "absurd" und gezielt gestreut worden, um Unterstützer und Schwestern zu diskreditieren.

Die drei Nonnen aus Goldenstein / © Noah Hatz (dpa)
Die drei Nonnen aus Goldenstein / © Noah Hatz ( dpa )

Der Rechtsberater der Ordensschwestern von Goldenstein, Wolfgang F. Rothe, hat im Raum stehende Vorwürfe der Veruntreuung von Spendengeldern zurückgewiesen und als "aus der Luft gegriffen" bezeichnet. 

In einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur Kathpress sprach der Münchner Kirchenrechtler am Mittwoch von "absurden" Anschuldigungen gegen Unterstützer der Nonnen. Man habe diese offenbar gezielt in Misskredit bringen wollen, teils mit Vorwürfen zu Geldern, die zum fraglichen Zeitpunkt noch gar nicht zur Auszahlung anstanden, etwa aus Abrechnungen von Buchverkäufen. 

Schwester Regina (v.l.n.r.), Schwester Bernadette und Schwester Rita im Kloster Goldenstein bei Salzburg (Österreich) / © Benedikt Heider (KNA)
Schwester Regina (v.l.n.r.), Schwester Bernadette und Schwester Rita im Kloster Goldenstein bei Salzburg (Österreich) / © Benedikt Heider ( KNA )

Konkret hatte sich der Verdacht gegen die Verwaltung der Spendengelder gerichtet, die eine Helferin angeblich nicht ordnungsgemäß auf ein Treuhandkonto eingezahlt habe. Rothe wies dies zurück: Die Beschuldigte habe mit den Finanzen gar nichts zu tun gehabt, zudem sei die Spendenverwaltung durchaus transparent organisiert. 

Die kolportierte Summe von rund 32.000 Euro bisher eingegangener Spenden sei korrekt. Verzögerungen bei einzelnen Kontoeingängen seien lediglich auf zeitliche Abläufe bei Abrechnungen und Überweisungen zurückzuführen.

Rechtliche Schritte geplant

Gegen die Anzeigerin sowie zwei weitere Personen würden nun rechtliche Schritte geprüft, laut Rothe in enger Abstimmung mit der Wiener Medienanwältin Maria Windhager. Geplant seien Unterlassungserklärungen gegenüber den Personen, die die Anschuldigungen öffentlich verbreitet hätten. Er bezeichnete die Anzeige bei der Polizei, deren Ermittlungen nun laufen, als "Theaterdonner" und gezielte Kampagne gegen die Schwestern und das Helferteam, um die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.

Es gebe keinen "Bruch" innerhalb der Helfer, sondern einige Personen hätten sich "selbst hinauskatapultiert", so die Darstellung Rothes. Grund sei, dass manche bei ihren Bemühungen an den Schwestern vorbei gehandelt hätten. Der Kirchenrechtler nannte hier auch Bestrebungen des Betreibers des Instagram-Kanals @nonnengoldenstein, bei den Postings auch für Firmen zu werben.

 Die Schwestern hätten dies jedoch klar abgelehnt und sich vom Kanal distanziert. "Selbst wenn Einkünfte daraus den Nonnen zugutekommen sollten, darf dies nicht gegen ihren Willen geschehen", betonte der Kirchenrechtler.

Das Schicksal der Goldenstein-Nonnen, alle drei über 80 Jahre alt, hatte im Sommer 2025 international für Schlagzeilen gesorgt. Anfang September waren sie gegen den Willen ihres Vorgesetzten aus einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. 

Das Gebäude gehört seit 2022 zu gleichen Teilen dem Erzbistum Salzburg und dem Stift Reichersberg. Die Schwestern geben an, ihnen sei ursprünglich ein lebenslanger Verbleib zugesagt worden; nach Krankenhausaufenthalten mussten sie jedoch Ende 2023 in ein Heim umziehen. 

Quelle:
KNA