Ich weiß nicht wie das bei Dir ist, ich mache sehr gerne Hausarbeit. Kochen, Backen, Spülen, Waschen, Bügeln sind wunderbare Sachen, bei denen die Gedanken schweifen können und bei denen mir immer die besten Ideen kommen. Sogar beim Putzen.
Wenn ich in der Küche stehe und überall die Fingerabdrücke an den Armaturen von Herd, Mikrowelle und Spülmaschine sehe, nehme ich sofort ein Tuch und putze es, damit es schön sauber und glänzend ist. Fingerabdrücke sind Spuren meines Tuns und des Tuns meiner Mitschwestern in der Küche und an anderen Orten im Haus.
Und da kommt die Frage nach den sonstigen Spuren meines und unseres Tuns ganz normal in den Sinn. Wo und wie hinterlassen Du und ich und wir Spuren, die deutlich machen, was wir arbeiten, denken, mit Engagement gerne machen?
Die Lesung heute aus dem Römerbrief gibt da einen interessanten Gedanken für den Tag mit. Da heißt es: Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Und wer Christus so dient, wird von Gott anerkannt und ist bei den Menschen geachtet. Lasst uns also nach dem streben, was zum Frieden und zum Aufbau (der Gemeinde) beiträgt.
Soweit die Lesung. Frieden und Freude zu bringen geht ja nur, wenn ich mit mir selbst halbwegs in Frieden und Freude lebe und daran auch arbeite, wenn es mal schwierig und kompliziert ist.
Es gibt durchaus auch fromme und eigentlich geistliche Menschen, die weder eine freundliche noch eine friedliche Ausstrahlung haben. Der Jesuit Pater Eberschweiler hat einmal einen sehr schönen Satz gesagt, den ich gerne zitiere: "Die Heiterkeit und Freudigkeit des Herzens will ich zu bewahren suchen, um dadurch allen zu zeigen, einem wie guten Herrn ich diene.“
Daran zu arbeiten und den Heiligen Geist um seine Mithilfe zu bitten, ist immer möglich.