Kopenhagens Bischof sendet Solidaritätsbotschaft nach Grönland

Vertrauen in Gottes Vorsehung

Kopenhagens Bischof Czeslaw Kozon sichert den Katholiken in Grönlands einziger katholischer Pfarrei angesichts wachsender internationaler Spannungen die Unterstützung aus Europa zu. Er ermutigt, Vertrauen in Gottes Vorsehung zu haben.

Häuser in Nuuk, der Hauptstadt von Grönland / © Lasse Jesper Pedersen (shutterstock)
Häuser in Nuuk, der Hauptstadt von Grönland / © Lasse Jesper Pedersen ( shutterstock )

Kopenhagens katholischer Bischof Czeslaw Kozon bekundet Grönlands einziger katholischer Pfarrei seine Solidarität und Unterstützung in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen. 

In den vergangenen Wochen sei Grönland in aller Munde gewesen; große Ängste erfüllten "viele Menschen weltweit, aber vor allem in Grönland und Dänemark", schrieb Kozon laut dem Portal Vatican News in einem Brief an den Pfarrer von Nuuk, Tomaz Majcen, und dessen Gemeinde. Die kleine katholische Pfarrei auf der Arktis-Insel ist dem dänischen Bistum Kopenhagen angegliedert.

Czeslaw Kozon, Bischof von Kopenhagen / © Julia Steinbrecht (KNA)
Czeslaw Kozon, Bischof von Kopenhagen / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Frieden und Stabilität stagnierten, so der Bischof. Er ermutigt die Inselgemeinde, Vertrauen in Gottes Vorsehung zu haben, "damit Er die Regierenden der Welt leite. Pfarrer Majcen dankte Kozon auf der Facebook-Seite der Kirchengemeinde. "Für uns ist es sehr wichtig, diese Nähe und Solidarität zu spüren", heißt es dort.

"Wie eine Immobilie auf dem Markt"

Majcen hatte zuletzt über die Medien erklärt, dass die Debatte über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA auch bei der kleinen katholischen Minderheit auf der Insel für Verunsicherung sorge. 

Gläubige mit Pater Tomaz Majcen in der Krist Konge Kirke, Nuuk / © Krist Konge Kirke, Nuuk (privat)
Gläubige mit Pater Tomaz Majcen in der Krist Konge Kirke, Nuuk / © Krist Konge Kirke, Nuuk ( privat )

Das berühre "ihr Identitätsgefühl und ihre Zukunft", sagte er etwa gegenüber DOMRADIO.DE; und weiter: "Viele haben das Gefühl, dass Außenstehende plötzlich über ihre Heimat sprechen, als wäre sie eine Immobilie auf dem Markt."

Europa und USA wegen Grönland auf Kollisionskurs

Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump Dänemark erneut vorgeworfen, nicht genug gegen die Bedrohung der arktischen Insel durch Russland zu tun. Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato Dänemark vor der "russischen Bedrohung", schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. "Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!" Trump ließ offen, welche konkreten Schritte er meint.

Dänische Soldaten im Hafen von Nuuk, Grönland / © Mads Claus Rasmussen (dpa)
Dänische Soldaten im Hafen von Nuuk, Grönland / © Mads Claus Rasmussen ( dpa )
Quelle:
KNA