Predigten

"Komm, folge mir nach" - Predigt von Dompropst Guido Assmann am Gedenktag Hl. Antonius

In der Predigt von Dompropst Guido Assmann stand am Samstag am Gedenktag des Heiligen Antonius die Berufung des Zöllners Levis im Mittelpunkt. Dessen Beruf galt zur damaligen Zeit als äußerst anrüchig, da viele Zöllner mit Betrug und Erpressung in Verbindung gebracht wurden und sich auf Kosten anderer bereicherten. Umso größer war der Skandal, dass Jesus ausgerechnet mit ihm und weiteren Zöllnern zu Abend aß.

Für die Pharisäer stand fest: Gott nachzufolgen steht im Widerspruch zu unmoralischem Handeln. Ein Sünder ist nicht nur vor dem Gesetz schuldig, sondern auch vor Gott, und dürfe daher zum Beispiel nicht am Gottesdienst teilnehmen. Selbst der Kontakt zu Sündern sollte aus Sicht der Schriftgelehrten gemieden werden.

Doch sie erkannten nicht, dass Jesus als Erlöser die Vollmacht hatte, Sünden zu vergeben. Gott lehne zwar die Sünde ab, "aber nie den Sünder", betonte Dompropst Guido Assmann in seiner Predigt.

An die Ränder gehen - auch heute 

Auch für die heutige Zeit stelle sich die Frage, wo Kirche ihre Kraft investiere. "Um wen kümmern wir uns? Um die kleine Gruppe der Kirchgänger? Oder um alle Menschen?". Wenn – sinnbildlich gesprochen – die Kranken einen Arzt bräuchten, müssten Christinnen und Christen überlegen, wem sie dienen wollen.

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