Neuer Hirtenstab für Leo XIV. betont Auferstehung

Nur selten im Einsatz

Ring, Brustkreuz, roter Schulterumhang und Hirtenstab. Das sind äußere Zeichen, an denen man den Papst erkennt. Seit Ende des Heiligen Jahres nutzt Leo XIV. einen neuen Hirtenstab, Zeichen seiner Autorität über die Weltkirche.

Messe mit Papst Leo XIV. zum Fest Erscheinung des Herrn (Dreikönige) am 6. Januar 2026 im Petersdom im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Messe mit Papst Leo XIV. zum Fest Erscheinung des Herrn (Dreikönige) am 6. Januar 2026 im Petersdom im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Neues Jahr, neues päpstliches Zeichen: Leo XIV. hat bei der Messfeier am 6. Januar im Petersdom erstmals einen neuen Hirtenstab benutzt. Dieser erinnert mit seinem Kreuzmotiv an den Hirtenstab von Johannes Paul II. (1978-2005), wie das Liturgische Büro des Vatikans dem Portal Vatican News bestätigte. Dabei seien aber die Hinweise auf die Auferstehung Jesu Christi stärker herausgearbeitet.

"Christus wird nicht mehr mit den Nägeln der Passion dargestellt, sondern mit seinem glorifizierten Körper, der aufsteigt zum Vater", so der Vatikan. "Wie bei seinen Erscheinungen zeigt der Auferstandene den Seinen die Wunden des Kreuzes als leuchtende Zeichen des Sieges, der den menschlichen Schmerz zwar nicht ungeschehen macht, ihn aber in einer Morgenröte göttlichen Lebens übersteigt."

2.000-Jahr-Feier der Auferstehung 

Der Päpstliche Hirtenstab, die "Ferula pontificalis", kommt nur selten zum Einsatz. Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, nutzte Leo XIV. den Stab beim Abschluss des Heiligen Jahres 2025 mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom. Bereits für 2033 hat er ein kirchliches Großereignis angekündigt, das alle christlichen Konfessionen gemeinsam in Jerusalem feiern sollen: 2.000 Jahre Tod und Auferstehung von Jesus Christus.

Die "Ferula" ist seit dem Spätmittelalter bezeugt. Anders als ein Bischofsstab, der im oberen Teil eine Krümme aufweist, ist der Hirtenstab des Papstes im oberen Teil gerade: ein Hinweis auf seine Autorität über die ganze Weltkirche. Papst Paul VI. (1963-1978) trat beim Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 erstmals mit einem Hirtenstab mit der Darstellung des Gekreuzigten auf.

Robert Francis Prevost (Papst Leo XIV.)

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Robert Francis Prevost gilt als ein Kardinal der Mitte. Obwohl US-Amerikaner ist der Ordensmann in Rom, der Kurie und der Weltkirche zu Hause. Zuletzt leitete der 69-Jährige die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. In dieser Funktion war Prevost in den vergangenen zwei Jahren zuständig für einen Großteil der Bischofsernennungen weltweit.

Papst Leo XIV / ©  Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV / © Andrew Medichini/AP ( dpa )
Quelle:
KNA