Die zu Jahresbeginn gegründete Einrichtung solle Teil des Fachbereichs Philologie/Kulturwissenschaften werden und künftig für die staatliche Qualifikation islamischer Religionslehrkräfte sorgen, wie die Hochschule am Montag mitteilte. Mit der Gründung wurden drei Professuren für Islamische Systematische Theologie, Islamische Textwissenschaften sowie für Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik ausgeschrieben.
Mit der Gründung des Instituts werde "eine verlässliche Grundlage" für die Lehrerausbildung geschaffen, erklärte der für Religionsgemeinschaften zuständige Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD). "Damit stärken wir die Unterrichtsqualität, die wissenschaftliche Fundierung der Islamischen Theologie und den interreligiösen Dialog in unserem Land."
Islamverbände haben Mitspracherecht
Bei der Besetzung der Professuren erhalten die Islamverbände über einen Beirat ähnliche Mitspracherechte wie die großen Kirchen bei den Besetzungen von Lehrstühlen für evangelische oder katholische Theologie. Dies ist eine Folge des Grundlagenvertrags, den das Land Rheinland-Pfalz Ende 2024 mit den wichtigsten Verbänden geschlossen hat. Islamischen Religionsunterricht gibt es landesweit seit vielen Jahren nur an ausgewählten Schulen im Rahmen von Modellprojekten.